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Freitag, 17. Juni 2011

siebzehnter Juni


Huhu, liebes Blogvolk.

Heute sind die Zeitungen und Nachrichten voll mit Beiträgen zum siebzehnten Juni 1953. Für die DDR-Geschichte ein wichtiger Meilenstein, der sich mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit anders zugetragen hat, als heute von den meisten Qualitätsjournalisten beschrieben.
Aus meiner Sicht kommt die Darstellung der Ereignisse des Tages im Buch ‚Was geschah am 17. Juni?‘ von Hans Bentzien, recht nahe. So jedenfalls, wie ich sie z. B. von Zeitzeugen bisher vernommen habe.
Er beleuchtet die Vorgeschichte, den Verlauf und die Hintergründe dieser Ereignisse, ohne die festgesetzten Denkmuster heutiger Redaktionsstuben und hält sich an Fakten sowie öffentlich zugängliches Material.

Sehr zu empfehlen dieses Buch.

Freitag, 28. November 2008

Deutsches Kastensystem

Diesen Artikel habe ich bei [fr-online.de] gefunden:
Arm und Reich driften in der deutschen Gesellschaft weiter auseinander. Das belegt der neue Verteilungsbericht des gewerkschaftsnahen Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts (WSI). Demnach fällt vom privat verfügbaren Einkommen so viel wie niemals zuvor in der Republikgeschichte für Gewinne und Vermögen ab. Die Gewinnquote kletterte laut WSI von 33,7 Prozent im Jahr 2006 auf 34,0 Prozent im Jahr 2007 und noch einmal auf 35,8 Prozent im ersten Halbjahr 2008.
Das sind im historischenVergleich außergewöhnlich hohe Werte. Als im Jahr 1960 ein Wirtschaftsminister Ludwig Erhard die Soziale Marktwirtschaft dirigierte, machten die Einkommen aus Gewinnen und Vermögen 1960 gerade 24,4 Prozent des gesamten privaten Einkommens aus. Umgekehrt konnten sich die Lohnempfänger damals in der Nettorechnung 55,8 Prozent sichern, gegenüber 39,3 Prozent heute.

[Hier geht es weiter]

Donnerstag, 13. November 2008

Statistisches Bundesamt: 1. Halbjahr 2008: Mehr Geburten, Sterbefälle und Eheschließungen

Was sagt uns das? Mehr Geburten sind ok, muss so sein. Aber was halten wir von den Sterbefälle und Eheschließungen?

[Mehr hier]

Donnerstag, 23. Oktober 2008

Wo er Recht hat, da hat er Recht

Über Peter Sodann ziehen zurzeit die Qualitätsjournalisten her, wie in einer konzertierten Aktion. In einem Artikel in der FR schreibt man:

Der Präsidentschaftskandidat der Linken, Peter Sodann, sieht in Deutschland nur eine eingeschränkte Meinungsfreiheit. In der DDR habe der einfache Mann die politische Führung nicht kritisieren dürfen, sagte Sodann am Mittwoch in Wiesbaden. Dagegen habe man gegenüber Meistern und Vorgesetzten seine Meinung äußern können, ohne Angst vor Repressionen zu haben.

In der Bundesrepublik sei die Situation heute anders. Wer die Regierung kritisiere, müsse keine Folgen befürchten. Kritik an Vorgesetzten und Chefs aber werde nicht geäußert, aus Angst den Arbeitsplatz zu verlieren, sagte Sodann: "Das ist nur umgedreht., so die FR.

Kurzer Kommentar: Stimmt doch, oder? Die den DDR-Alltag kannten, ...

Mehr hier

Samstag, 18. Oktober 2008

Ratlose Zauberlehrlinge


Der Artikel von Edzard Reuter ist schon etwas älter. Er hat seine 9 Jahre bereits auf dem Buckel, aber noch immer voll brennender Aktualität. Für alle ein Muss, die sich über diese Zeiten und Entwicklungen so ihre Gedanken machen. Hier ein kleiner Auszug:

„Mag sein, dass ich mich damit dem Vorwurf ewiggestriger Staatsgläubigkeit aussetze. Aber wäre es wirklich von vornherein aussichtslos, den Einfluss der institutionellen Investoren und der dazugehörigen Junganalysten im Rahmen internationaler Abkommen in ein gesetzlich vorgegebenes Rahmenwerk einzuordnen? Ist es wirklich der Weisheit letzter Schluss, dem Druck der Interessenten nachzugeben und jegliche auch international wirksamen steuerlichen Sanktionen für kurzfristige Aktienspekulationen aufzuheben, statt sie auf einigermaßen tolerable Haltefristen auszudehnen? Und wäre es nicht denkbar, das als unausweichlich beschworene Emporschießen der Honorierung von Managern durch staatliche Vereinbarungen vernünftig einzugrenzen?“

Viel Spaß bei der Lektüre

Sonntag, 14. September 2008

Kita-Gebühren gehören abgeschafft


Bei solchen Themen, den geläufigen Wortmeldungen einschlägiger Politiker und Veröffentlichung durch die Qualitätsjournalisten, wird bei mir sofort der Frühstückstee kalt. Eine vehemente Verteidigung der Kita-Gebühren und was da noch hinten dran hängt, sollte man so nicht stehen lassen.
Also, liebe Politiker und Journalisten, wenn dieses Land sich wirklich gut für eine Zukunft im globalen Wettbewerb aufstellen will (wenn das zukünftig noch so sein sollte), dann gibt es nichts Wichtigeres, als unsere Kinder. Um gerade auch den Geburtenrückgang und die Zukunftssicherung aller Systeme (Rente etc.) zu sichern, müssen halt mehr Kinder her - so einfach ist das. Dafür muss eine Gesellschaft was tun, alle und das unbürokratisch. Fest steht doch: Alle Schranken und Regelsätze erfordern Bürokratie ohne Ende und bringen unterm Strich dann sehr wenig. Zur Zukunft einer Gesellschaft gehört aber auch, Chancengleichheit für alle Kinder bei Bildung und das in allen Stufen und Ebenen. So etwas ist für eine funktionierende Gesellschaft elementar. Mensch, das hatte sogar schon olle Onkel Erich kapiert und der war nur Dachdecker.
An anderer Stelle hatte ich das schon mal erwähnt, wenn die Politik diesen Problemkomplex nicht zufriedenstellend für breite Schichten der Gesellschaft löst, dann lösen diese Schichten der Gesellschaft das für sich. Wie sich jeder denken kann, sind diese breiten Schichten nicht unbedingt bei den Reichen angesiedelt.



graphik: schulhaus feldmatt