Dienstag, 24. Juni 2014
Wie entstehen Artikel über die Ukraine?
Sicherlich gibt es hierzu viele Antworten, aber wer sich an einem Beispiel ein Bild machen möchte, wie Meinungen in der ukrainischen Bevölkerung entstehen, die dann in unsere Medien transferiert werden, dem kann ich den verlinkten Artikel empfehlen.
Hier geht es um einen ukrainischen Intellektuellen, er wohnt nicht weit vom Majdan, lebte vorher einige Zeit in London und schreibt über die aktuellen Ereignisse ein Tagebuch. Dieses wurde veröffentlicht und lässt nebenbei Strukturen erkennen.
Seine Gedankenwelt ist sehr westlich geprägt, wirkt in seinen Ansichten zu den ’revolutionären’ Vorgängen recht naiv, hat z. B. keine Gewissensbisse, Gasflaschen für Molotowcocktails für die ‚Majdaner’ zu besorgen und ist als Westukrainer gegen die Ukrainer im östlichen Teil des Landes eingestellt. Soweit so gut oder nicht gut.
Was man in seinem Buch nur ganz nebenbei erfährt, ist, dass er mit der Think Tanks-Organisation von Soros gut vernetzt ist. Also einer amerikanischen Denkfabrik, die sich „Aspen Ukraine“ nennt. Von diesen Meinungsmachern im Hintergrund zitieren unseren Medien ständig und bereitwillig und erklären diese Meldungen als Meinung des Volkes. So werden heutzutage wohl Nachrichten gemacht.
Wem das zu oberflächlich war, der kann sich gern in das Buch von Herrn Andrej Kurkow vertiefen. Nähere Informationen zeigt der obige Link.
Mittwoch, 18. Juni 2014
NATO-Unterstützung für die Ukraine
Huhu, liebes Blogvolk.
Im Netz habe ich ein kleines Video gefunden, das aufzeigt, wie wenig die eingeputschte Regierung in Kiev von der Bevölkerung unterstützt wird. Das geschieht hingegen massiv von der NATO. U. a. sieht man es an den amerikanischen Fahrzeugen, die in der Kolonne mitfahren. Das Video ist fünf Wochen alt und man kann daran beispielhaft erkennen, wie weit die militärische Einmischung der Vereinigten Abhörstaaten von Amerika bereits fortgeschritten ist.
Montag, 16. Juni 2014
Warum sollte man Oleg Tjagnibok nicht einen Faschisten nennen dürfen
Da die Äußerungen von Oleg Tjagnibok, Vorsitzender der Rechten Swoboda-Partei in der Ukraine, nicht bestritten werden („ ...Schnappt euch die Gewehre. Bekämpft die Russensäue, die Deutschen, die Judenschweine und andere Unarten. ...“), dann wird man ihn wohl einen Faschisten nennen dürfen. Etwas anderes geht gar nicht. Und wenn Gysi dies öffentlich tut, dann muss man im Gegensatz fragen, warum unsere Überwachungskanzlerin nicht ebenso verfährt!
Noch schlimmer. Unsere Regierung kooperiert tief und innig mit der eingeputschten Regierung in der Ukraine, in der mehrere Minister und der Generalstaatsanwalt dieser Partei angehören.
Ist schon sehr ulkig, was diese Damen und Herren alles so machen.
Dienstag, 10. Juni 2014
Was treibt die Vereinigten Abhörstaaten von Amerika nach Osteuropa
Es vergeht kaum ein Tag, an dem nicht eine neue Meldung über uns hereinbricht, die uns weitere glücksbringende Maßnahmen oder Strategien amerikanischer Regierungsstuben in Osteuropa verheißen. Die Think Tanks, die amerikanischen Vordenkfabriken, arbeiten auf Hochtouren, denn so günstig wie derzeit war die Lage für die US-Außenpolitik wohl lange nicht mehr. Nicht genug, das dass globale Abhören der Amerikaner zu unserer Alltäglichkeit wird, nein, es geht kein Aufschrei der Empörung durch die Reihen unserer frei gewählten Politiker, wenn sich die USA mit einer Milliarde, also eintausend Millionen, an der Aufrüstung Osteuropas beteiligen will. Was von den anderen NATO-Staaten noch zusätzlich in die Portokasse gelegt wird, bleibt unerwähnt. Diese werden auch nicht die genannten Dimensionen erreichen, denn die europäischen NATO-Staaten sehen den Ukraine-Konflikt eher mit gemischten Gefühlen. Ihre wirtschaftliche Zusammenarbeit mit Russland ist mittlerweile wieder so intensiv, dass die von den Amerikanern vorangetriebenen Eskalationen erhebliche Auswirkungen auf die Volkswirtschaften haben. Hier sollte man zuerst die Versorgungssicherheit der westeuropäischen Staaten mit Erdöl und Erdgas nenne. Übrigens ist das der Hauptkonflikt im Ukraine-Streit.
Die Vereinigten Abhörstaaten wollten sich beim Erdöl- und Erdgaspoker gegenüber Russland einen erheblichen Vorteil verschaffen. Mit dem Facto-Anschluss der Krim an Russland wandelte sich das Blatt dramatisch zu Ungunsten des Westens. Genau auf diesem Gebiet tut sich was und zu diesem Punkt geistern heute einige Meldungen durch die Medien. Bulgarien will sich dem Bau der Süd-Trasse zurückziehen. Noch einmal zur Erklärung: Die Nord (Ostsee)- und Süd-Trassen wurden als Alternativ-Versorgungstrassen für Westeuropa geplant und zum Teil bereits umgesetzt, weil die Ukraine sich in den letzten 15 Jahren als chronisch unzuverlässiger Verhandlungspartner erwies. Der jetzige Präsident und seine ‚Zieh-Mutter‘, Timoschenko, haben sich durch ‚geschickte‘ Verhandlungsführung einen unermesslichen Reichtum angehäuft. Beim Staat und bei der Bevölkerung sind dagegen nur ein sehr geringer Teil der Gastransver-Rubel angekommen. Die Ukraine ist derzeit hochverschuldet gegenüber Russland.
Also derzeit versuchen die Vereinigten Abhörstaaten durch eine geschickte ‚Ideeninspiration‘ Bulgarien dazu zu bewegen, aus dem Süd-Trassenprojekt auszusteigen. Das zielt eindeutig und ohne Not, auf eine Versorgungsverknappung Westeuropas mit Erdgas hin. Wer hier einen eindeutigen Aufschrei unserer Mutti Merkel erwartet hat, der konnte sie wieder in feinster Art hyperventilieren sehen. Oh, Entschuldigung, natürlich passierte gar nichts. Man darf ja die Vereinigten Abhörstaaten nicht gegen den Kopf stoßen. Wie konnte ich nur was anderes annehmen ...
Was treiben die Vereinigten Abhörstaaten also nach Osteuropa und warum heizen sie diesen Konflikt immer wieder an? Die Antworten sind an sich einfach:
-Sie wollen Russlands Einflusssphäre weiter schwächen
-Nebenbei Rüstungsexporte für über eine Milliarde Dollar nach Polen (ihr Lieblingsfreund) und in das Baltikum liefern (ist alles sehr weit weg von der russischen Grenze) und
-Sie wollen nach der Krim-Niederlage unbedingt weiter im Erdöl- und Erdgaspoker mitmischen.
Um diese Ziele zu erreichen, sind den Vereinigten Abhörstaaten von Amerika offensichtlich alle legalen und illegalen Mittel recht.
Nur eins noch zum Schluss: Was wäre, wenn Russland vergleichbares vor der Haustür und direkten Grenze der Amerikaner tun würde? Ja was wohl ...
Dienstag, 20. Mai 2014
Was treibt Qualitätsjournalisten wie Nikolaus Blome?
Ihr kennt bestimmt dieses Phänomen: Man hört, sieht oder liest etwas, regt sich darüber auf oder findet es besonders gut, dann recherchiert man, erkundigt sich, beleuchtet Hintergründe und mit einmal erklärt sich eine komplexe Fragestellung oder ein Problem wie von selbst. So ging es mir heute in meiner morgendlichen Presseschau. Die vielen RSS-Feeds durchzusehen nimmt in der Regel nur einen kleinen Teil meiner Lebenszeit in Anspruch. Es sei denn, man findet inmitten dieser RSS-Flut eine oder mehrere Perlen. Wobei diese Perlen leider auch einen negativen Touch haben können. In solchen Fällen, also wenn mich eine Meldung oder ein Artikel ‚anschreit‘, dann raffe ich mich in der Regel auf, darüber etwas zu schreiben.
So geschehen heute, wie ihr euch sicherlich schon denken konntet. Ein Kommentar von Niklaus Blome in Spiegel online, ein Journalist meiner Generation, beschreibt aus seiner Sicht die Notwendigkeit des Bündnisbeistands für bestimmte Länder Osteuropas und kritisiert die Bundesregierung scharf, dass sie Russland viel zu wenig die Leviten liest.
Ihr habt sicherlich seinen kleinen ‚Denkfehler‘ schon bemerkt. Er geht grundsätzlich von einem Nato-Bündnisfall für osteuropäische Staaten aus. Also Staaten, die die Nato entgegen von Vereinbarungen sich einverleibt hat. Und hier sind wir ganz schnell beim Ukraine-Konflikt. Noch einmal zur Erklärung, falls jemand es nicht mehr im Hinterkopf hat. Deutschland und Westeuropa haben als Gegenleistung für den Rückzug der sowjetischen Truppen aus der DDR, der Sowjetunion zugesagt, dass die Bodenreform der DDR nicht angetastet und eine Osterweiterung der Nato nicht stattfinden wird. Letztere ist sicherlich keine Abmachung für immer und ewig, wer weiß schon was in 100 Jahren passiert, aber mindestens für die nächsten 50 Jahre sollte letzteres Versprechen Bestand haben. Aber wie kommt es zur Notwendigkeit dieser Bündnisfallzusage? Der Westen hat Russland schlussendlich mit dem geplanten Kooperationsabkommen mit der Ukraine so sehr in die Enge getrieben, dass das der Auslöser dieses Konfliktes wurde. Man provoziert den Konflikt und beschwört danach den Bündnisfall. Also wenn das keine Kriegstreiberei ist, dann weiß ich auch nicht mehr? Weiter zum Thema: Wer ist in den vergangenen 20 Jahren als Aggressor in Osteuropa aufgetreten? Diese Frage wird sehr gut in der Sendung Neues aus der Anstalt vom 29.04.14 beantwortet. Ich verlinke einfach mal, auch wenn es mir wieder etwas Ärger einbringen kann.
Es ist leider schon aussagekräftig genug, wenn man, um wichtige Zusammenhänge aufzuzeigen, nicht mehr auf Artikel großer Zeitungen oder Zeitschriften zurückgreift, sondern auf politische Satiresendungen. Aber wie kam es dazu, dass diese Medien, egal ob NSA-Skandal, Jugoslawien oder Ukraine, nicht mehr ihrem Auftrag nachkommen? Eine Erklärung findet sich in der genannten Sendung. Von meiner Seite würde ich gern die Sache, wie die Kollegen im Fernsehen, mal mit Fakten untermauern. Hätte und könnte gibt es schon genug und liegen auch in der Natur der Sache, denn der Konflikt ist ein paar Meter weg. Das Internet hilft uns bei vielem, aber auch nicht bei allem.
Also einige Fakten zum Artikel:
-Es erscheint ein Kommentar bei Spiegel online mit dem Titel Wer stumm bleibt, ist feige
-In diesem Kommentar geht es, wie schon geschrieben, im wesentlichen um die ‚Verteidigung‘ des Bündnisgebietes der Nato. Das Gebiet liegt zufälligerweise in Osteuropa.
-Der Verfasser ist Nikolas Blome.
So weit, so gut. Aber können wir erkennen, woher sein Drang kommt, einen solchen ‚Vorkriegsaufruf-Kommentar‘ zu verfassen? Schauen wir noch näher hin: Woher kommt Blome, wie war sein Werdegang? Um sich ein umfassenderes Bild zu machen, muss man diese Fragen mit beantworten:
-Geboren 1963 in der BRD -Studierte in Bonn und Paris Politik, Volkswirtschaft und Geschichte
-War beim beim Blatt der Ewiggestrigen, beim Tagesspiegel, und ab ca. 1997 in verschiedenen Positionen bei Springer. Da war er für die Welt und Bild verantwortlich unterwegs. Also bei den Verlagen und Blättern, die in der genannten Sendung als ‚Lokalausgabe der Nato-Pressestelle‘ bezeichnet werden!!!
-Ab 2013 ist er Mitglied der Chefredaktion beim Spiegel und Spiegel online
Wenn man das so liest, wird seine Motivation schon nachvollziehbarer. Er ist anscheinend im vergangenen Jahrtausend und im Kalten Krieg gedanklich hängen geblieben. Er verfolgt vermutlich immer noch seine alten Feindbilder, die in den verschiedenen Pressestellen bis heute am Leben gehalten werden. Und jetzt kommt es: Er wird mit Auszeichnungen nur so überschüttet. Für mich stellt sich die Sache so dar, dass er besonders gut den geforderte Ton für die Transatlantische Freundschaft in den Pressestellen trifft. Wie z. B. beim jetzigen Kommentar. Wenn also einer wie Blome in der Vergangenheit verharrt und das Wohlwollen der Medieninhaber besitzt, wer das auch immer sein mag, dann ist seine artikulierte Meinung gewollt und gern gesehen. Zu diesem Schluss muss man dann aber auch kommen dürfen. Vielleicht haben wir hier ein wichtiges Puzzlesteinchen für das Phänomen, dass in einer Gesellschaft mit einer grundgesetzlich gesicherten Meinungsfreiheit, die Massenmedien in bestimmten wichtigen Themen immer gleichgeschaltet wirken.
Für mich ist das ein Ansatzpunkt, dieses Thema weiter zu beleuchten. Ich werde Autoren, deren Artikeln mir auffallen, hinterfragen, ihren Werdegang recherchieren und ggfs. hier eine kleine Serie daraus machen. Vielleicht verfestigt sich meine Annahme.
Mal sehen
Montag, 28. April 2014
Was waren das für 'Militärbeobachter'
Es ging genügend durch die deutschen Medien: Aufständige haben an einer Straßensperre vor Slawiansk OSZE-Beobachter in einem Bus festgenommen. Soweit, so nicht gut. Um was für Beobachter hat es sich denn da gehandelt, die ‚friedlich‘ sich ein Bild von der Situation machen wollten? Nicht um Zivilisten, wie jeder der Meldung gern entnehmen möchte, nein, es handelte sich um Militärbeobachter und diese haben gemeinsam mit fünf ukrainischen Soldaten in der Gegend um Donezk Kontrollfahrten mit unbekanntem Zweck durchgeführt. Zur Erinnerung: Donezk ist der Lebensmittelpunkt der Aufständigen.
Die Aufständigen werfen den Beobachtern und Soldaten Spionage vor, was so leicht nicht von der Hand zu weisen ist. Außerdem wirkt so eine Provokation der westlichen Staaten und der ukrainischen Putschregierung in keinster Weise deeskalierend. Von der Seite der OSZE noch von den involvierten westlichen Staaten gibt es nähere Angaben zur Reise der Beobachter. Man könnte doch schnell den Spionagevorwurf entkräften und klarstellen, warum keine zivilen Kräfte mitgefahren sind. Nichts dergleichen, also muss man davon ausgehen, dass es sich um eine gezielte Provokation handelte und sogar die OSZE in diese Handeln einbezogen ist.
Wo soll das alles noch hinführen. Wenn man über die Geschehnisse in der Ukraine hinaus weiter denkt. Wen soll man denn in zukünftigen Krisensituationen noch vertrauen? Nicht einmal mehr der unabhängigen OSZE?
Freitag, 25. April 2014
Ukraine: Internationaler Strafgerichtshof beginnt mit Vorermittlungen zu Maidan-Morden
Der Internationale Strafgerichtshof in Den Haag hat zu den Morden und weiteren Gewalttaten auf dem Maidan, in der Zeit vom 21.11.13 bis zum 22.02.14, Untersuchungen aufgenommen. Die Maidan-Morde waren schlussendlich der Auslöser für die verfassungswidrige Entmachtung des Präsidenten Janukowitsch.
Gesetzt den Fall, dass die Ermittlungen die Kräfte um die jetzige Regierung (also damalige Opposition) hinter der Mehrzahl der Gewaltakte stehen und ebenfalls bei den Maidan-Morden und die Netzwerker hinter der damaligen Opposition benennen, dann bin ich mal gespannt, wie die Nummer ausgeht. Denn als Förderer und ‚Berater‘ sind die westlichen Staaten sehr stark in die damaligen und heutigen Entwicklungen verstrickt. Wenn ihnen nun direkt oder (wahrscheinlicher) indirekt eine Mitschuld an den Gewalttaten nachgewiesen werden kann, was wird dann passieren? Flattern dann Anklageschriften bei den Merkels und Obamas dieser Welt auf den Schreibtisch? Das mindestens die rechten ukrainischen Kräfte stark in diese Gewalttaten involviert sind, ist anscheinend unstreitig. Wer diese mindestens seit Anfang der 2000er Jahre unterstützt hat ist auch klar: Die westliche Staaten und/oder deren Organisationen in irgendeiner Form und das massiv. Also trifft den Herrschenden in den westlichen Ländern eine erhebliche Mitschuld an der Lage. Und wenn man beachtet, dass ohne die Maidan-Morde Präsident Janukowitsch sicherlich noch im Amt wäre und eine Spaltung der Ukraine vielleicht nicht zur Debatte stände, wäre höchstwahrscheinlich die Situation nicht so aus dem Ruder gelaufen, wie es jetzt mit dieser Chaos-Regierung in Kiew passiert.
Also denkt ihr, wird der Internationale Gerichtshof diesen Weg gehen?
Mittwoch, 16. April 2014
Großteil des ukrainischen Volk löst sich von der Regierung ...
Was einem bei der täglichen Presseschau alles so auffällt: -Der von westlichen Medien herbeigeredete Aufbruch des ukrainischen Volkes zur ‚Demokratie’ findet nicht statt. -Stattdessen bleiben weite Teile der Bevölkerung bei ihrer russlandfreundlichen Einstellung. -Polizei und weitere Sicherheitsorgane befinden sich in Auflösung. -Auf den Straßen von Kiew soll der bewaffnete rechte Mob das Sagen haben (vorgestern hatten sie beinahe das Parlamentsgebäude eingenommen!!). -Die Armee läuft in Scharen mit Mann und Technik zu den ‚Aufständigen‘ über und wenn -Die Regierung einen Militärkonvoi Richtung Ostukraine zusammen bekommt, dann ist das im deutschen Medien beinahe eine Sondermeldung wert.
So dramatisch steht es um die unrechtmäßige Regierung in Kiew und so sehr sind auch deren westlichen Unterstützern (und eigentliche Drahtzieher) die Ereignisse aus den Händen geglitten.
Hoffentlich bleibt dort alles friedlich!
Montag, 14. April 2014
Was passiert derzeit in der Ukraine?
Damit habe ich wirklich nicht gerechnet, dass uns das Thema Ukraine noch einmal so intensiv beschäftigen wird, wie 2006. An der Gemengelage hat sich seit dem wenig geändert. Der Westen unterstützt massiv rechte und nationale Gruppen. Leider sind die Entscheidungsträger in den Nato-Hauptstädten nicht wählerisch, auf wen sie zurückgreifen. Korrupte (z. B. Timoschenko) oder sehr weit rechtsaußenstehende Kräfte müssen herhalten, um den Entwicklungen im Land die ‚richtige‘ Richtung zu geben. Natürlich gemäß den strategischen Zielen der Nato. Weil aber anscheinend Menschen und Parteien, die nach dem westlichen Werteverständnis annehmbar wären und gegen Russland sich stark machen würden, kaum vorhanden sind, ist man auf die genannten angewiesen. Wie sie an die Macht gekommen sind und wie ihre Zusammenarbeit mit westlichen ‚Organisationen‘ aussieht, lässt man unsere Bevölkerung im Dunkeln.
Zum allen Überfluss aus westlicher und ukrainischer Regierungssicht, halten sich weite Teile der Bevölkerung nicht an das von den Nato-Strategen vorgegebene Drehbuch. Russlandnahe Kräfte besetzen in der Ostukraine öffentliche Gebäude und Institutionen. Die nichtdemokratisch gewählte Regierung in Kiew will nun Sicherheitskräfte gegen die Besetzer, nachdem ein Ultimatum abgelaufen ist, losschicken. Es wird mit Spannung erwartet, welche Kräfte sich gegen die Besetzer in Stellung bringen. Man munkelt, dass kaum Polizei- oder andere Sicherheitskräfte gibt, die sich für diese neue Regierung in Marsch setzen wollen. Zur Verteidigung der besetzten Gebäude haben sich hingegen tausende versammelt. Anscheinend will man dort mit der ins Amt geputschten Regierung nichts mehr zu tun haben. Hoffentlich bleibt alles friedlich und man akzeptiert im Westen den Willen der ostukrainischen Bevölkerung, wenn der so sein sollte, sich Russland anzuschließen.
Zur Frage, ob eine Bevölkerungsgruppe das Land mitnehmen kann auf dem es lebt, werde ich zu einem späteren Zeitpunkt zurückkommen. In einem solchen Fall hat sich die deutsche Außenpolitik um Genscher in der Vergangenheit nicht mit Ruhm bekleckert.
Montag, 17. März 2014
Krim-Referendum
Sonntag, 9. März 2014
Was steckt hinter dem Konflikt um die Ukraine
Die Nachrichtenlage um die Ukraine ist in Deutschland erschreckend einseitig. Es gibt nur wenige Lichtblicke, die eine unabhängige Berichterstattung erkennen lassen. Um die Sachlage etwas aufzuhellen, will ich hier einige Themenkomplexe einmal näher beleuchten. Also was steckt hinter diesem Konflikt: An erster Stelle ist der alte Konflikt zwischen der NATO im weitesten Sinne und Russland weiter existent. Dabei sind mehrere Unterpunkte interessant.
- Die NATO, also an erster Stelle die USA und Deutschland, haben intensiv über Nichtregierungs-Organisationen versucht, die Ukraine aus ihrem Gleichgewicht zu bringen. Sie förderten solche korrupten Kräfte wie Timoschenko und selbst Rechte Kräfte wurden, positiv ausgedrückt, nicht behindert. Der kleinste gemeinsame Nenner für alle war und ist, die Einbindung der Ukraine in die NATO und damit verbunden ein Ablösen von Russland.
- Das heißt natürlich im Umkehrschluss, dass vor der Haustür der Russen ein dramatischer Konfliktherd bewusst aufgebaut wurde. Denn es war allen klar und es wurde von den Russen seit dem Zerfall der Sowjetunion ständig artikuliert: Das ist die rote Linie, deren überschreiten Russland nie und nimmer akzeptieren wird. Man hat es trotzdem getan und besonders während der Olympischen Spiele forciert. Jetzt hat man eine Situation erzeugt, in der Russland nicht mehr ruhig zuschauen kann.
- Polen spielt im derzeitigen Konflikt keine rühmliche Rolle. Als unterwürfigster Gefolgsmann der Amerikaner (wieso ist Polen überhaupt der EU beigetreten?) lassen sie ihren Einfluss im Westen der Ukraine freien Lauf. Ihr Einfluss ist historisch bedingt. Sie haben den Westen der Ukraine lange Zeit besetzt und haben dort u. a. den katholischen Glauben hinterlassen. Der Rest des Landes ist im wesentlichen russisch-orthodox und die 'Förderung' bestimmter Kräfte trifft dort mitnichten auf ein positives Echo. Es bleibt aber dabei, dass sich Polen recht intensiv in die inneren Angelegenheiten seines Nachbarlandes einmischt. Wo bleibt bei diesem Punkt eigentlich der Aufschrei der deutschen Qualitätsjournalisten?
- Geopolitisch ist die Lage der Krim für die Russen, wie auch für die NATO, überaus wichtig. Wer dort störungsfrei agieren kann, hat weite Zugriffe bis hin in den arabischen Raum. Da die Russen im Gegensatz zu den Amerikanern nur noch einen Auslandsstützpunkt (Syrien) besitzen und die Krim ihr direkter Zugang dorthin ist, erklärt schnell das Interesse auf beiden Seiten. Und das die Amerikaner vor der Haustür der Russen diese Aggressivität zu Tage tragen, lässt doch sehr tief blicken. Auch hier nur der kleine Hinweis, warum nehmen sich die deutschen Medien nicht dieser Sache näher an? Liegt doch alles vor unserer Haustür oder sind wir nur noch die Erfüllungsgehilfen der Amerikaner?
- Militärisch ist die Krim für die Russen überaus wichtig, da bekanntermaßen hier ihre Schwarzmeerflotte vor Anker liegt. Zwanzig Jahre dümpelte sie mehr schlecht als recht vor sich hin, aber seit ein paar Jahren ist hier eine Änderung der russischen Strategie zu erkennen. Von hier aus haben sie vor wenigen Jahren die Flotte Georgiens niedergerungen. Weiterhin ist es dann nach einer Herauslösung der Krim aus der Ukraine möglich, einen Beitritt der Restukraine in die NATO zu bewerkstelligen. Ob das für uns wirklich so gut ist, sei mal dahingestellt, aber die Timoschenko-Partei bereitet derzeit einen Antrag zur NATO-Aufnahme vor. Aus diesem Grund glaube ich fest an eine größere Teilung der Ukraine, als nur an eine Ablösung der Krim. Denkbar ist hier aus meiner Sicht eine Teilung anhand der groben Verteilung der Glaubensrichtungen (Ost- und Westukraine).
- Der Verlauf zukünftiger Erdöl- und Erdgasleitungen ist sehr interessant und eng mit der Krim verbunden. Man muss wissen, dass die Ukraine an ihren Durchleitungs-Prämien für Öl und Gas sehr gut verdient und hat Leute vom Schlag Timoschenko unermesslich reich werden lassen. Dadurch hängt ständig Konfliktpotential zwischen beiden Seiten in der Luft. Russland hat Alternativen zur bisherigen Leitung entwickelt bzw. umgesetzt. Die Nord-Trasse führt durch die Ostsee und ist fertig und wird sogar noch erweitert. Die Süd-Trasse soll im Herbst begonnen werden. Wenn die Krim nicht mehr in die ukrainische Hemisphäre fällt, braucht Russland die Krim mit der Süd-Trasse nicht mehr großflächig zu umgehen und durch die Tiefsee des Schwarzen Meeres zu führen, sondern nahe der Krim durch flaches Wasser bzw. gleich teilweise übers Festland verlegen. Das würde immense Kosten auf russischer Seite sparen, die Ukraine in die Rolle eines überflüssigen Zuschauers zurückfallen und ohne erhebliche Einnahmen dastehen lassen.
Sonntag, 2. März 2014
Die Ukraine-Mär
Mittwoch, 23. Januar 2013
Timoschenko vor Mordanklage
Huhu, liebes Blogvolk.
Die inhaftierte ehemalige Ministerpräsidentin der Ukraine, Julia Timoschenko, wird nun offiziell mit Mordvorwürfen konfrontiert. Sie soll den Mord an einem ukrainischen Unternehmer im Jahr 1996 mitorganisiert haben, schreibt u. a. das Handelsblatt.
Derzeit fällt in der Berichterstattung unserer geliebten Qualitätsjournalisten auf, dass sie nicht mehr marktschreierisch sich für die ‚Freiheitskämpferin‘ einsetzen. Selbst unser Freiheitspräsident Gockel-Gauck hält sich zurück, was er im Fall Timoschenko nicht immer tat. Anscheinend sind die Beweise so erdrückend, dass man mit den üblichen Verdächtigungen nicht mehr weit kommt.
Liebes Blogvolk: Nicht genug, dass sie sich bereichert hat (dafür sitzt sie jetzt im Gefängnis). Wenn in einem Mordprozess auf Grund eindeutiger Beweise eine Verurteilung erfolgen muss, dann sehen manche Timoschenko-Fürsprecher ziemlich alt aus. Nicht wahr Herr Gauck?
Wegen dem Leistungsschutzrechtsprotest wird auf diverse Zeitungen und Zeitschriften nicht verlinkt.
Montag, 29. Oktober 2012
Wahlen in der Ukraine
Freitag, 15. Juni 2012
Was hat Frau Timoschenko wirklich gemacht?
Das weiß man an sich ganz gut. Sie wurde in einem Verfahren, welches ihr ‚Revolutionspartner‘ initiiert hat, verurteilt. Dieses Verfahren wurde nach den für sie verlorenen Wahlen, von ihrem einstigen Kontrahenten nur zu Ende geführt. Was an sich einen gewissen Hauch von Rechtsstaat erkennen lässt. Die Verurteilung soll sich hauptsächlich um Betrug und Unterschlagung handeln, die den Timoschenko-Clan unermesslich reich haben werden lassen. Selbst bei der Bewerbung um die EM, die in ihrer Amtszeit von statten ging, soll einiges undurchsichtig gelaufen sein. Aber das ist bei dieser Art von Großereignissen nichts ungewöhnliches. Und wenn der Herr Schulz jetzt bemängelt, dass die Frau, die die EM in die Ukraine geholt hat, jetzt im Gefängnis sitzt und die, die sie ins Gefängnis gebracht haben, auf der Tribüne, dann sehe ich da relativ wenig Konfliktpotential. Wenn da Verfehlungen passiert sind, wie soll es denn dann sonst sein? Soll sie dafür noch einen Orden bekommen?.Den könnte sie sowieso nicht tragen, denn mit einem schmerzhaften Bandscheibenvorfall, und nur darum soll es sich bei ihrem derzeitigen Krankenhausaufenthalt handeln, wäre ein schweren Orden kontraproduktiv.
So und warum findet man diese Punkte nicht in den Zeitungen der Qualitätsjournalisten?
Samstag, 5. Mai 2012
Und was ist jetzt?
Jetzt sehen einige Qualitätsjournalisten ziemlich alt aus. Besonders dann, wenn man als kleiner unbedeutender Blogger mehr über die realen Verhältnisse sagen kann, als diese. Von den Ewiggestrigen und Spiegel-online sind mir keine Dementis bekannt, aber das Handelsblatt relativierte schon mal. Die anderen werden so nach und nach auch folgen. Unser Möchtegern-Bundespräsident steht jetzt auch sehr bedröppelt da. Er ist ganz bewusst auf diesen Kampagnenzug aufgesprungen und hat sich mindestens den Fuß verstaucht. So ist das nun mal, aber mit Kampagnen kannte er sich doch bis jetzt so gut aus!
Dienstag, 1. Mai 2012
Politische Steilvorlage?
Huhu, liebes Blogvolk.
Eigentlich wollte ich mich aus dem Fall Timoschenko raushalten. Die gute Frau ist sicherlich ernsthaft erkrankt und verdient in einem Gefängniskrankenhaus gute Pflege. Jenseits der deutschen Qualitätsjournalisten hat sich herum gesprochen, dass die gute Frau doch einige Punkte, sagen wir mal, in einem Graubereich, sich zu schulden kommen lassen. So weit ich weiß, hat die Anklage gegen die gute Frau nicht die jetzige Regierung (die man vielleicht als ihre politischen Gegner bezeichnen könnte) veranlasst, sondern ihr alter politischer Weggefährte. Und in einem rechtsstaatlichen Verfahren (und so etwas wünschen sich die Qualitätsjournalisten doch ständig) müssen diese Vorwürfe untersucht werden. Sie wurde schuldig gesprochen und muss jetzt ihre Strafe absitzen. Ich bin viel zu weit weg um einschätzen zu können, ob diese Vorwürfe den Tatsachen entsprechen, aber mehrere britische Artikel weiten das Bild deutlich aus. Wer will findet diese Artikel sehr schnell.
Was jetzt aber die Ewiggestrigen vom Tagesspiegel, wer sonst, und von Spiegel online daraus machen, ist eigentlich nicht mehr zu übertreffen. Heulen, jammern und zedern um diese gute Frau, die rechtmäßig verurteilt wurde. Vor ein paar Jahren war das alles noch anders, da war die Ukraine die Musterknaben der Region. Gut, da war Timoschenko noch in Amt und Würden und Deutschland hatte sehr viel davon. Schließlich läuft ein großer Teil der Gaslieferungen durch die Ukraine. Wie man so hört, soll sich ein Teil der Anklage, um die Gaslieferungs-Verträge drehen. Na ja, wer weiß.
Mit dem Bezahlen des Eigenverbrauchs nahm es damals die Ukraine, genau so wie heute, nicht so genau. Das waren offene Zahlungen an Russland und in den beiden o. g. Medien hatte man kaum ein böses Wort über die Ukraine zu diesem Fakt lesen können. Selbst das war schon sehr wundersam.
Nun denken die beiden Medien über Protestformen nach und lassen die Tochter zu Wort kommen. Gegenargumente liest man nicht. Will man sicherlich auch nicht, denn der geneigte Leser könnte sich einiges denken und sich nicht mehr so einfach auf die ‚Empörungswiese‘ treiben lassen. So ist es auch sehr viel einfacher!
Dienstag, 11. Oktober 2011
Timoschenko verurteilt
Wie dem auch sei, jedenfalls hat die Sache eine ‚kleine‘ Vorgeschichte, in der EU-Politiker auch keine Ruhmesrolle innehatten.
Montag, 9. Februar 2009
Durchschnittliche Schmiergeldhöhe in der Ukraine
Sonntag, 1. Februar 2009
Punktsieg für die "Gasprinzessin"
In einem Artikel von [Telepolis] kann man noch weitere Hintergründe lesen, wie z. B. von einer Schweizer Firma, die Handelsfirma an diesem Gasstreit nicht ganz unschuldig gewesen sein soll.









