Immer wieder erstaunlich, wie sanft unsere heutigen Journalisten mit ihren kalten Kriegern umgehen. Besonders fällt mir das immer am Beispiel Henry Kissingers auf. Diesmal geht die ‚Zeit‘ mit dem Politiker hart ins Gericht und man musste schon richtig Angst um den Mann haben. Das Thema China und Atomkrieg gab sicherlich nicht mehr her, denn sonst hätten die Damen und Herren schon härter nachfragt, schade.
Besser war auf diesem Gebiet die taz und arte.
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Montag, 30. Mai 2011
Dienstag, 14. Oktober 2008
Ein Teil des "wahren" Kissinger

In einer arte-Doku über den Ex-US-Außenminister kommt folgendes vor:
„Kissinger ist bei alledem stets nur am Ergebnis interessiert. Menschenrechtsfragen etwa interessieren ihn nur am Rande - und das wird auch in Stephan Lambys Film mehr als deutlich. Ausführlich steht Kissinger selbst dem Autor Rede und Antwort - doch zu heiklen Komplexen wie etwa der Rolle der CIA und Kissingers beim Putsch gegen Chiles sozialistischen Präsidenten Salvador Allende wird Kissinger einsilbig und besteht auf Themenwechsel. Auch die inzwischen belegte Tatsache, dass Nixons Nachfolger Gerald Ford gemeinsam mit Henry Kissinger im Gespräch mit Indonesiens Diktator Suharto de facto die Invasion autorisierte, versucht Kissinger wortkarg zu relativieren.“
Schon erstaunlich, dass man solche Sätze liest und hört.
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Labels:
Kissinger
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