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Sonntag, 26. August 2012

Noch eine Nachlese: Wir sind Olympiasieger

Huhu, liebes Blogvolk.
Es ist zwar schon eine Weile her, aber dieses Ereignis muss ich einfach noch einmal aufgreifen. In einer großartigen Leistung hat die deutsche Hockey-Männernationalmannschaft in London olympisches Gold errungen. Von dieser Stelle aus noch mal die besten Glückwünsche und das Team!!
In einem Interview für die FAZ hat der Trainer Markus Weise, zu den Gründen des Erfolges im deutschen Hockey gesprochen. Er hat sich natürlich nicht über andere, nicht so erfolgreiche Verbände geäußert, aber im Umkehrschluss kann man durchaus zu Ergebnissen kommen: Fehlende Nachwuchsarbeit, Konzentration auf Stars usw..
Er gab auch ein wenig Einblick in seine Sicht, wie der Sport in Deutschland gesehen wird und das fängt in der Schule schon an.
Und da stimme ich mit ihm überein: Hier ist das Namentanzen für viele Verantwortliche und Eltern wichtiger, als eine gute sportliche Ausbildung. Dazu gehört auch, dass man sich mal quälen muss, fast jeden Tag Trainingspflichten hat … .
Könnte doch gut sein, dass es den jungen Menschen im späteren Leben besser helfen könnte, Aufgaben zu lösen, als seinen Namen ordnungsgemäß zu tanzen.

Verlinkungen zur Tagespresse gibt es aus Protest um die Entwicklungen zum Leistungsschutzrecht nicht

Samstag, 30. Juli 2011

Die bisher letzten deutschen Leichtathletik Olympiasieger

Passend zu den letzten Artikeln über Nachwuchsarbeit im Sport, insbesondere die Notwendigkeit für den späteren Spitzensport, habe ich wieder einen interessanten Artikel gefunden. In diesem wird der letzte deutsche Olympiasieger in der Leichtathletik interviewt. Nils Schumann wurde 2000 gemeinsam mit Heike Drechsler Olympiasieger. Er im 800 Meter Lauf und beide sind damit leider die letzten in dieser Sportart. Selbst die so hochgelobten Werfer und Springer des Verbandes haben es in den vergangenen Jahren nicht geschafft, einen Sieger bei Olympia hervorzubringen.
Nils Schumann spricht hauptsächlich über Versäumnisse und Fehler im Spitzensportbereich des Verbandes und geht natürlich auf die jetzige Läuferwüste Thüringen ein. Ebenso spricht er über das veränderte Sponsorenbild zu seiner Zeit gegenüber dem Biathlon. Damals haben die Biathleten noch neidisch in Richtung Leichtathletik geschaut. Heute ist das komplett andersherum.
Viel wichtiger ist aus meiner Sicht eine Umorientierung im Verband bei der Nachwuchsarbeit. Egal wie man es nimmt, es wird immer eine Pyramide notwendig sein, um Olympiasieger hervorzubringen: Ganz viele gute Lokalsportler, viele sehr gute nationale Sportler, viele Europameister, einige Weltmeister und schließlich ein Olympiasieger. So und kaum anders wird ein Schuh daraus. Aber um in die Verlegenheit von vielen Europameistern zu kommen, muss ich natürlich ganz unten viel in der Nachwuchsarbeit tun. Sonst kommt da nix, wie man es jetzt sieht. Die dann kommen würden, die sollte man mit den von Nils beschriebenen Maßnahmen fördern und fordern.
So sehe ich das jedenfalls.