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Sonntag, 14. August 2011

Erstaunliche Erkenntnisse für die FAZ


Huhu, liebes Blogvolk.

Zum einen finde ich den Artikel über den Verfall der bürgerlichen Werte in der FAZ interessant und von ihr habe ich ihn so nicht erwartet. Zum anderen schüttele ich immer mehr den Kopf über die westlichen Eliten. Die wollen uns jetzt wirklich weiß machen, dass sie das Ränkespiel des Neoliberalismus nicht durchschaut haben. 13 Jahre Gymnasium, danach Studium und viele akademische Grade später und dann versteht man die inneren Wirkmechanismen nicht? Ne, das kann irgendwie nicht sein.
Wenn dem doch so ist, dann kann diesen Personenkreis, und der ist anscheinend nicht so klein, einen Crash-Kurs in Politischer Ökonomie, insbesondere ein Buch wie ‚Das Kapital‘, empfehlen. Wenn man in einer Gesellschaft lebt und im Falle der Eliten, diese noch führen möchte, dann sollten die inneren Wirkmechanismen der Gesellschaft doch schon verstanden werden. Wenigstens ein in den Grundzügen.

Anderseits ist es schön zu sehen, was selbst die konservativen Blätter schreiben können, wenn sie sich mal nicht mit Standardthemen selbst blockieren!!

Dienstag, 26. Mai 2009

Bei Mehdorns Verabschiedung zeigt sich das System

„Sie haben für Ihr Unternehmen gebrannt.“

Kanzleramtschef Thomas de Maizière (CDU) bei der Verabschiedung von Ex-Bahn-Chef Hartmut Mehdorn. Die Firma hatte jahrelang 170000 Mitarbeiter bespitzelt.


[Mehr]

Soll ja alles nicht so schlimm sein, denn Herr Mehdorn muss nichts befürchten.
Meine Meinung ist: Wenn wir schon alle bespitzelt werden, und das ist wohl heute fast schon schlimmer als in besten DDR-Zeiten, dann sollten die Produktionsmittel den Werktätigen gehören und die Ausbeutung des Menschen durch den Menschen sollte weggespült werden.

Man wird sich doch mal was wünschen dürfen und es freuen sich wieder die Geheimdienste (Tätigkeitsnachweis)

Montag, 9. Februar 2009

"In 30 Jahren wird es keinen Kapitalismus mehr geben"

Na, wenn das keine guten Aussichten sind. Die Abschaffung der Ausbeutung des Menschen durch den Menschen wäre doch was. Jedenfalls sagt so etwas der Soziologe Immanuel Wallerstein voraus, so wie er früh den Zusammenbruch des Sowjetblocks voraus sagte.
Immanuel Wallerstein war der Einladung einer spanischen Universität in die Hauptstadt Madrid gefolgt. Im überfüllten Veranstaltungssaal des Museums Reino Sofia sprach er über die Krise des Kapitalismus. Dabei sagte der Theoretiker, der im Kalten Krieg das Ende des Sowjetblocks prophezeite, nun das Ende des Kapitalismus in den nächsten 30 Jahren voraus. Wallerstein spricht seit langen davon, dass wir uns am Ende der zweiten Phase eines Kondratieff-Zyklus befinden. Der Zusammenbruch des Kapitalismus werde real, weil negative Konjunkturzyklen mit einer Systemkrise zusammenfielen, in welcher der Kapitalismus aus dem Gleichgewicht gerate, weshalb eine "Phase des politischen Chaos" anstehe.
Mehr bei [Telepolis].
Lesenswert!

Dienstag, 2. Dezember 2008

Auch die Citigroup kauft mit staatlichen Geld ein

Gerade wurde die große US-Bank vor der Pleite gerettet und nun greift sie bei einem klammen spanischen Baukonzern zu, so eine Meldung bei [Telepolis].

Wie sagt der [Schockwellenreiter] immer: So funktioniert Kapitalismus!

Sonntag, 23. November 2008

Krisenkapitalismus

Diesen netten Artikel habe ich bei [neues-deutschland.de] gefunden. Er analysiert die Krise und zeigt mögliche Wege auf, die aus der Krise führen. Ein paar theoretische Grundlagen tun immer gut.

Samstag, 15. November 2008

Was ist Kapitalismus

Bei der letzten Maischberger-Diskussion hat Heiner Geißler immer gefordert, klare Definitionen zu verwenden. Dafür bin ich auch. Also hier kann man eine Kurzform einer Kapitalismus-Definition nachlesen.
Etwas Theorie am Sonnabend kann doch nicht schaden.

Donnerstag, 16. Oktober 2008

Mutter aller Krisen

Gespräch mit Robert Kurz, Teil 1

Mutter aller Krisen

Robert Kurz gilt seit seinem Standardwerk Der Kollaps der Modernisierung" als einer der profiliertesten Kritiker des derzeitigen Wirtschaftssystems. Anders als viele andere Ökonomen beschäftigte er sich in seinen Analysen nicht mit einem erwünschten Soll-Zustand, sondern mit etwas, das Medien, Politiker und Ökonomen nicht ständig, dafür aber in periodischen Abständen umso stärker beschäftigt: Der Krise.

Mehr hier


Gespräch mit Robert Kurz, Teil 2

Sozialisierung der Verluste, Lafontaine und Attac.

„Was folgt auf diese vernichtenden Krise?
Robert Kurz: Von einer "vernichtenden" Krise zu sprechen, steht in einem eigenartigen Missverhältnis zu der Frage, was "danach" kommt. Das linke Urvertrauen in die Regenerationsfähigkeit des Kapitalismus entspricht nur noch den Kommentaren in der Wirtschaftspresse, die auch schon vom "Kapitalismus danach" sprechen, während sich das wahre Ausmaß der Krise erst zu enthüllen beginnt. Natürlich wird es z.B. technische Reaktionen der Börsen nach oben geben, vielleicht genährt von kurzfristigen Hoffnungen auf ein Greifen der staatlichen Maßnahmenpakete. Aber die Dynamik des Krisenprozesses ist nicht mehr auf ein früheres Niveau zurückzudrehen, wenn nicht neue reale Verwertungspotentiale entstehen, die nirgends in Sicht sind.

Jede temporäre Stabilisierung kann nur den nächsten, umso heftigeren Krisenschub vorbereiten. Erforderlich wäre eine autonome soziale Gegenbewegung jenseits des nationalen Rahmens, die sich die Lebensinteressen nicht von den Krisenverwaltern ausreden lässt, und die jede soziale, geschlechtliche, ethnische oder "rassische" Ausgrenzung radikal negiert. Die ist aber ebenso wenig in Sicht wie neue Verwertungspotentiale. Also kann man nur sagen, dass sich die gesellschaftliche Desintegration auch in den kapitalistischen Zentren einschließlich der "unschuldigen" BRD in einem bisher nicht vorstellbaren Maße fortsetzen wird.“

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