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Freitag, 15. März 2013

Daniel Ellsberg über Bradley Manning


Huhu, liebes Blogvolk.
In einem sehr schönen Artikel geht Daniel Ellsberg auf eine Aussage von Bradley Manning vor einem US-Militärgericht und beschreibt seine herausragende Rolle als Whistleblower ein.
Leider ist der Artikel auf englisch, aber solange Google noch die Übersetzungsmaschine betreibt (das kann morgen bei deren Nachhaltigkeit zu Ende sein), sollte man diese noch für eine Übersetzung nutzen. Irgendetwas will man von Google wieder haben, wenn sie schon fast alles von unseren Internetdaten aufsaugen und geschäftlich verwerten!

Mittwoch, 23. Januar 2013

Zum Tod von Aaron Swartz

Huhu, liebes Blogvolk.
In einem Artikel ging die HUFFPOST am 15.01.2013 auf die näheren Umstände der Verfolgung des Netzaktivisten Aaron Swartz ein. Dieser, so ist sicherlich hinlänglich bekannt, nahm sich am 11. Januar das Leben. Viele sehen einen Zusammenhang zwischen den mit übertriebener Härte durchgeführten Ermittlungen sowie der nachfolgenden harten Anklage und seinem Suizid. Die kompromisslose Haltung der Untersuchungsbehörden lässt sich u. a. damit erklären, dass sie neben Bradley Manning ein weitere hochkarätige Anklage bzw. Prozess als Abschreckung für zukünftige Whistleblowers Medienwirksam durchführen wollten. Das Menschen wie Bradley Manning, die Informationen über Kriegsverbrechen allen zugänglich machen, gesetzlich geschützt statt bestraft gehören, ist allgemein Konsens. Wie es sich im Fall Aaron Swartz verhält, kann man im o. g. Artikel gut nachlesen.

Sonntag, 26. August 2012

Ich bin noch beim Aufarbeiten

Huhu, liebes Blogvolk.
Wie allgemein bekannt, schätze ich das Blog von Anne Roth sehr. Sie hat einen sehr guten Stil und läuft nicht den alltäglichen Themen hinterher.
In einem ihrer Artikel schreibt sie über eine Dokumentation der New York Times, in dem es über die Überwachung der Bevölkerung in den USA geht. Herausgekommen sind diese Machenschaften durch tapfere Whistleblowers. In dem Doku-Film geht es auch um sie und was sie durch ihre mutige Tat für Repressalien erleiden müssen.
Lesens- und sehenswert!

P.S.: Könnt ihr euch eine solche NYT-Dokumentation vom Tagesspiegel oder Stern vorstellen? Ich nicht!

Freitag, 8. Juni 2012

Vorgehen gegen Whistleblower: "Manning und Assange nur der Testfall"

Huhu, liebes Blogvolk.

Wir leben in einer Informationsgesellschaft. Informationen über Firmen und besonders auch über uns Privatpersonen werden von allen möglichen staatlichen Stellen und Firmen gesammelt. Zum einen, um uns gut im Blick zu behalten und zum anderen, um mit unseren Daten Geld zu verdienen. Man muss wissen, dass ein wesentlicher Geschäftszweck von Google ist, unsere Daten zu sammeln und auszuwerten und nachfolgend mit den neuen Daten bei uns wieder Geld zu verdienen. Andere sammeln unsere Daten, um diese dann an Dritte meistbietend zu verkaufen. Der jeweilige Vater Staat will zusätzlich unser Tun immer besser im Auge behalten. Begründungen hierfür sind schnell gefunden und die Grundrechte werden so in einem beängstigenden Maße immer mehr eingeschränkt.

Wenn während diesem ganzen Treibens rein ‚zufällig‘ Gesetzesüberschreitungen geschehen und keiner mehr da ist der kritisch hinsieht, dann wird es für die Demokratie ganz gefährlich. Diese Situation nützt nur denjenigen, die das ‚Herrschaftswissen’ unter ihrer Kontrolle haben.

Jetzt kommen die Whistleblower ins Spiel. Whistleblowers sind Informanten, die Missstände, Korruption, Gesetzesverstöße etc. in die Öffentlichkeit bringen. Es ist egal, ob es sich um staatliche Stellen oder Firmen bzw. Organisationen handelt. Diese versuchen natürlich ihre ‚Lecks‘ zu kriminalisieren und vorliegende Fälle als abschreckende Beispiele öffentlichkeitswirksam darzustellen. Denn potentielle Whistleblower sollen mit solch abschreckenden Beispielen konfrontiert werden, damit sie ihr geplantes Tun nicht durchführen.
Es muss immer wieder gesagt werden, dass Whistleblower sehr mutige Menschen sind, die sehr viel riskieren. Auch das ist ein Aspekt, wie Demokratie funktioniert: Den Herrschenden die Stirn zu bieten, auch wenn es erhebliche Konsequenzen für das eigene Leben bedeutet.

Hier setzen zum Beispiel die amerikanischen Behörden an. Sie versuchen an den Fällen von Manning und Assange abschreckende Beispiele zu schaffen und einen Testlauf durchzuführen. Wenn dieser gelingt, sollen zukünftige Whistleblower gemäß diesem Strickmuster behandelt werden. In einem Interview analysiert Sibel Edmonds die beiden derzeit laufenden Fälle dahingehend.

Über die Rolle von Wikileaks bzw. ähnlichen Organisationen und den geplanten Maßnahmen zum Schutz von Whistleblowern, gehe ich zu einem späteren Zeitpunkt ein.