Huhu, liebes Blogvolk.
Ich persönlich finde es immer wieder interessant, wenn Daniel Mathews, ein Mitbegründer von Wikileaks, über Julian Assange spricht. Seine Hochachtung vor dem bisher von Julian Geleisteten ist gut rauszulesen. Freundlicherweise hat Daniel die Rede auf seinem Blog veröffentlicht.
Viel Spaß beim lesen.
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Dienstag, 3. Juli 2012
Donnerstag, 7. Juni 2012
Daniel Mathews über Wikileaks, die Veränderungen und Julian Assange
Huhu, liebes Blogvolk.Heute habe ich eine kleine Perle ausgegraben. Daniel Mathews, einer aus den ersten Tagen von Wikileaks, schreibt über Wikileaks heute, die Entwicklungen auf der Welt, wie wichtig unser aller handeln ist und über Assange.
In diesem Fall darf man den Ausdruck vom Schockwellenreiter durchaus mal bemühen: Lesebefehl!
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Samstag, 18. Juni 2011
Daniel Ellsberg und dessen Einfluss auf die Gründung von Wikileaks
Huhu, liebes Blogvolk.
Ich hatte im Artikel über Daniel Mathews bereits angedeutet, dass die Wikileaks-Arie bisher an mir etwas vorbeigegangen ist. Je mehr ich mich damit beschäftige, um so mehr wächst der Wunsch, dass Thema etwas aufzubereiten. Nur für mich. Ich benötige immer einige Strukturen im Kopf für solch wichtige Themen und vielleicht interessiert es auch dem einen oder anderen unter Euch.
Im Interview von Anne Roth sprach Daniel Mathews u. a. über Schlüsselereignisse, die zur Gründung von Wikileaks führten. Eines diese Ereignisse oder besser Beispiele, war die Veröffentlichung der Pentagon-Papiere durch den RAND-Mitarbeiter Daniel Ellsberg. Dieser hatte in Rahmen seiner Tätigkeit bei RAND Zugang zu sehr geheimen Papieren. Der Inhalt der Papiere sagte etwas völlig anderes aus, als das, was in den Medien als offizielle Meinung veröffentlicht wurde. In diesem Spannungsfeld wuchs bei ihm der Entschluss, die Dokumente öffentlich zu machen. Er kopierte die tausenden von Seiten und spielte sie 1971 zwei großen amerikanischen Zeitungen zu. Diese Veröffentlichung hat neben der Diskussion über die Hintergründe des Vietnamkrieges, auch den zukünftigen Umgang mit den Medien beeinflusst und waren nicht zuletzt Anlass für die Verabschiedung des Freedom of Information Acts.
Durch die Veröffentlichung der Dokumente wurde das Leben von Daniel Ellsberg erheblich verändert. Ein Verfahren wurde wegen Verfahrensfehler eingestellt, aber seine vorherige Stellung hatte er nicht zurück. Wie später bekannt wurde, hatten republikanische Abgeordnete erwogen, bei Gefahr für US-Soldaten durch die Veröffentlichung der Papiere, die Todesstrafe für Ellsberg zu fordern.
Das zeigt für mich, wie sehr er in ein Wespennest gestochen hat und das der Ansatz von Wikileaks elementar wichtig für eine funktionierende Demokratie ist. Wenn Qualitätsjournalisten nicht mehr im ausreichenden Maße ihrem Auftrag nachkommen, so müssen einzelne dafür sorgen, dass Dokumente von Firmen und Staaten veröffentlicht werden. Wikileaks kann sie dabei wirkungsvoll unterstützen. Jeder sollte sich aber über die Gefahren im klaren sein, die dann ggfs. auf ihn zukommen könnten. Um so mehr ist die Leistung Daniel Ellsbergs zu würdigen.
Mit derVeröffentlichung brisanter Materialien, wie den Pentagon-Papieren oder den Toll Collect-Betreibervertragsunterlagen, können auch der kleine Mann von der Straße die Mächtigen der Welt etwas in die Schranken verweisen. Ein Grundansatz vonWikileaks, der auch von Daniel Ellsberg explizit unterstützt wird. Und zu dem Vorwurf, die Enthüllung von Dokumenten würde Menschen gefährden, sagte er, es ist das „Schweigen und Lügen“, wodurch Menschen in Gefahr gebracht werden.
Ich hatte im Artikel über Daniel Mathews bereits angedeutet, dass die Wikileaks-Arie bisher an mir etwas vorbeigegangen ist. Je mehr ich mich damit beschäftige, um so mehr wächst der Wunsch, dass Thema etwas aufzubereiten. Nur für mich. Ich benötige immer einige Strukturen im Kopf für solch wichtige Themen und vielleicht interessiert es auch dem einen oder anderen unter Euch.
Im Interview von Anne Roth sprach Daniel Mathews u. a. über Schlüsselereignisse, die zur Gründung von Wikileaks führten. Eines diese Ereignisse oder besser Beispiele, war die Veröffentlichung der Pentagon-Papiere durch den RAND-Mitarbeiter Daniel Ellsberg. Dieser hatte in Rahmen seiner Tätigkeit bei RAND Zugang zu sehr geheimen Papieren. Der Inhalt der Papiere sagte etwas völlig anderes aus, als das, was in den Medien als offizielle Meinung veröffentlicht wurde. In diesem Spannungsfeld wuchs bei ihm der Entschluss, die Dokumente öffentlich zu machen. Er kopierte die tausenden von Seiten und spielte sie 1971 zwei großen amerikanischen Zeitungen zu. Diese Veröffentlichung hat neben der Diskussion über die Hintergründe des Vietnamkrieges, auch den zukünftigen Umgang mit den Medien beeinflusst und waren nicht zuletzt Anlass für die Verabschiedung des Freedom of Information Acts.
Durch die Veröffentlichung der Dokumente wurde das Leben von Daniel Ellsberg erheblich verändert. Ein Verfahren wurde wegen Verfahrensfehler eingestellt, aber seine vorherige Stellung hatte er nicht zurück. Wie später bekannt wurde, hatten republikanische Abgeordnete erwogen, bei Gefahr für US-Soldaten durch die Veröffentlichung der Papiere, die Todesstrafe für Ellsberg zu fordern.
Das zeigt für mich, wie sehr er in ein Wespennest gestochen hat und das der Ansatz von Wikileaks elementar wichtig für eine funktionierende Demokratie ist. Wenn Qualitätsjournalisten nicht mehr im ausreichenden Maße ihrem Auftrag nachkommen, so müssen einzelne dafür sorgen, dass Dokumente von Firmen und Staaten veröffentlicht werden. Wikileaks kann sie dabei wirkungsvoll unterstützen. Jeder sollte sich aber über die Gefahren im klaren sein, die dann ggfs. auf ihn zukommen könnten. Um so mehr ist die Leistung Daniel Ellsbergs zu würdigen.
Mit derVeröffentlichung brisanter Materialien, wie den Pentagon-Papieren oder den Toll Collect-Betreibervertragsunterlagen, können auch der kleine Mann von der Straße die Mächtigen der Welt etwas in die Schranken verweisen. Ein Grundansatz vonWikileaks, der auch von Daniel Ellsberg explizit unterstützt wird. Und zu dem Vorwurf, die Enthüllung von Dokumenten würde Menschen gefährden, sagte er, es ist das „Schweigen und Lügen“, wodurch Menschen in Gefahr gebracht werden.
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Mittwoch, 1. Juni 2011
Interview mit Daniel Mathews
Huhu, liebes Blogvolk.
Gestern fand ich auf dem Blog von Anne Roth ein schönes Interview mit dem Ex-Wikileaker Daniel Mathews. Ich musste mir den Film gleich zweimal ansehen, denn irgendwie hat mich das Thema gefesselt, und das tief in der Nacht (wer mich kennt, weiß was das heißt :-)).
Warum? Wikileaks habe ich immer bewundernd verfolgt, aber mich nie tiefer damit beschäftigt. Diesem Thema konnte man natürlich in bestimmten Zeiten nie und nimmer aus dem Weg gehen. Nähere Informationen zur ursprünglichen Idee und den Zielen der Wikileakern hatte ich mir trotzdem noch nicht zusammengesucht. Da kam mir das Interview gerade recht, um mich im groben mit den Grundideen und Zielen von Wikileaks vertraut zu machen und warum es zum Ausstieg einiger Mitkämpfer der ersten Stunde kam. Was ich so rausgehört habe, war, dass ein wichtiger Gründungsimpuls die Redundanz in der Blog-Szene war. Stimmt, mache ich ja auch gerade. Das trieb die Jungs zur Gründung von Wikileaks, mit allem was dazu gehört (Geheimhaltung, keine Postadresse von Wikileaks selbst und und und). Gefühlt hätte das Interview für mich zwei oder drei Stunden länger gehen können, da man immer mehr hören wollte. Schade. Was nicht ist, ist nicht.
Gestern fand ich auf dem Blog von Anne Roth ein schönes Interview mit dem Ex-Wikileaker Daniel Mathews. Ich musste mir den Film gleich zweimal ansehen, denn irgendwie hat mich das Thema gefesselt, und das tief in der Nacht (wer mich kennt, weiß was das heißt :-)).
Warum? Wikileaks habe ich immer bewundernd verfolgt, aber mich nie tiefer damit beschäftigt. Diesem Thema konnte man natürlich in bestimmten Zeiten nie und nimmer aus dem Weg gehen. Nähere Informationen zur ursprünglichen Idee und den Zielen der Wikileakern hatte ich mir trotzdem noch nicht zusammengesucht. Da kam mir das Interview gerade recht, um mich im groben mit den Grundideen und Zielen von Wikileaks vertraut zu machen und warum es zum Ausstieg einiger Mitkämpfer der ersten Stunde kam. Was ich so rausgehört habe, war, dass ein wichtiger Gründungsimpuls die Redundanz in der Blog-Szene war. Stimmt, mache ich ja auch gerade. Das trieb die Jungs zur Gründung von Wikileaks, mit allem was dazu gehört (Geheimhaltung, keine Postadresse von Wikileaks selbst und und und). Gefühlt hätte das Interview für mich zwei oder drei Stunden länger gehen können, da man immer mehr hören wollte. Schade. Was nicht ist, ist nicht.
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