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Donnerstag, 4. Oktober 2012
Über die Verantwortung der Deutschen Bank
Huhu, liebes Blogvolk.
Ich rede und schreibe gern über die Untaten, die in der DDR geschehen sind. Genauso gern über die, die das derzeitige Bankensystem weltweit anstellt und aus reiner Gier den Kollaps der gesamten Weltwirtschaft riskiert.
Ein wichtiger Player auf diesem Gebiet ist die Deutsche Bank. Der Journalist Malte Heynen hat zu diesem Thema ein Buch geschrieben und er wurde freundlicherweise von Telepolis interviewt. Hier die Einleitung zu dem Telepolis-Artikel:
„Nach Ansicht des Journalisten Malte Heynen sind wir auch im vierten Jahr nach dem großen Beinahe-Zusammenbruch des internationalen Bankensystems nicht am Ende der Wirtschaftskrise angelangt, sondern stehen an deren Anfang. Mit den diversen Bankenrettungsschirmen und dem ESM wurde die Katastrophe nicht verhindert, sondern nur ihr Ausbruch vertagt: "Uns droht der größte Wirtschaftscrash der Geschichte." Dafür sind aber nicht individuelle moralische Verfehlungen innerhalb der spekulationswütigen Bankergilde verantwortlich zu machen, sondern das Bankensystem als Ganzes krankt an grundlegenden Konstruktionsfehlern. Wie Heynen in seinem Buch Raubzug der Banken ausführlich darlegt, war einer der Mit-Verursacher der Krise die Deutsche Bank.“
Den Rest könnt ihr hier lesen. Verbunden natürlich auch diesmal mit einem Lesebefehl.
Labels:
Deutsche Bank,
Malte Heynen
Freitag, 17. Juni 2011
Finanzkrise: Ganz großes Kino
von der Deutschen Bank und unserer lieben Regierung. Gestern berichtete Monitor über Machenschaften (dieses Wort trifft es eigentlich nicht, denn es ist nicht stark genug) der beiden genannten Akteure.
Ich verstehe das Drehbuch so: Die Finanzkrise in Griechenland schreit nach finanzieller Unterstützung oder einem harten Schnitt. Neben vielen anderen Aspekten, hätte der harte Schnitt für die großen Privatbanken Milliardenverluste zur Folge gehabt. Die Bundesregierung verzögert Entscheidungen (so oder so) und die großen Banken holen in dieser Zeit ihr Geld wieder raus. Erkauft wird die Zeit mit Steuergeldern - unsere Gelder. Damit man aber den Deal nicht gleich so mitbekommt, schreibt die Deutsche Bank ein Drehbuch, in dem eine ‚starke Beteiligung‘ der privaten Gläubiger selbst mit vorgeschlagen wird. Natürlich sind zu diesem Zeitpunkt die privaten Gläubiger mit dem Großteil des Geldes über alle Berge und beteiligen sich nur noch mit einem Bruchteil des ursprünglichen Wertes an der Umschuldung.
Die Bundesregierung schreibt dieses Papier der Deutschen Bank in wesentlichen Punkten ab (kopieren und einfügen)und verkauft es als eigenes geistiges Eigentum den anderen europäischen Regierungen. Diese setzen ggfs. das Papier um und machen somit indirekt Lobbypolitik für die Großbanken. Darauf muss man erst einmal kommen: Die Bundesregierung macht nicht Politik für ihre Bürger, die sie (oder auch nicht) gewählt haben, sondern nur für die Großfinanz und wälzt die Kosten wieder auf uns die Wähler ab. Wir dürfen, wie bei jedem Kinofilm, nur zahlen und zuschauen .
Monitor hat meinen Respekt für diese Recherche!
[Danke via: Schockwellenreiter]
Labels:
Bundesregierung,
Deutsche Bank,
Finanzkrise
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