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Dienstag, 13. Mai 2014

Kleiner Nachtrag zum Tag der Befreiung vom Hitlerfaschismus

Huhu, liebes Blogvolk.

Wie vielleicht manche wissen, war im April/Mai 1945 die damalige Reichsstraße 1 die Hauptkampflinie Richtung Reichstag und Reichskanzlei. Entlang dieser Straße blieb kein Stein auf dem anderen. Unser Dank und Angedenken gilt besonders den Soldaten der Roten Armee, die ihr Leben für die Befreiung Berlins gelassen haben.

Diese Wertschätzung trifft man in der Zunft der Qualitätsjournalisten leider sehr selten. Egal ob Mann oder Frau und in diesem Fall stimmt die Frauenquote, aber das ist kein Verdienst Journalistinnen, eher ein Armutszeugnis.

Ihre Geschlechtsgenossinnen haben vor fast 70 Jahren die Sache ganz anders angepackt und nicht auf irgendjemand gewartet oder erst einmal über Twitter eine Gender-Debatte geführt. In Friedrichshain und Mitte haben hauptsächlich die Frauen dieser Stadt den Schutt zusammengekarrt. Diesen Trümmerfrauen haben wir es zu verdanken, das dass Leben in dieser Stadt einigermaßen schnell wieder in normale Bahnen gelenkt wurde.

Respekt.

Sonntag, 30. März 2014

Vor 20 Jahren verließ die Rote Armee Deutschland

Huhu, liebes Blogvolk.

Es ist 20 Jahre her, als die letzten Soldaten der Roten Armee Deutschland verließen. Der Abzug ging schneller als geplant und eine Frage die mir damals bereits durch den Kopf ging, gibt es heute immer noch: Wann ziehen endlich die Amis ab. Also ich brauche sie hier nicht. Für mich verdichtet sich in letzter Zeit nur der Eindruck, dass sie sich mehr mit Schnüffelei als mit sonst was beschäftigen.

So, Schluss mit diesem Beitrag, ich muss wieder an meine Nachrichtenrecherche. Ich gebe einfach die Hoffnung nicht auf, dass Mutti Merkel und Gockel-Gauck heute noch doch große Geste Russlands würdigen und die Amis mit entsprechend scharfen Worten belegen.

Mal sehen ☺

Sonntag, 9. März 2014

Was steckt hinter dem Konflikt um die Ukraine

Huhu, liebes Blogvolk.
Die Nachrichtenlage um die Ukraine ist in Deutschland erschreckend einseitig. Es gibt nur wenige Lichtblicke, die eine unabhängige Berichterstattung erkennen lassen. Um die Sachlage etwas aufzuhellen, will ich hier einige Themenkomplexe einmal näher beleuchten. Also was steckt hinter diesem Konflikt: An erster Stelle ist der alte Konflikt zwischen der NATO im weitesten Sinne und Russland weiter existent. Dabei sind mehrere Unterpunkte interessant.
  • Die NATO, also an erster Stelle die USA und Deutschland, haben intensiv über Nichtregierungs-Organisationen versucht, die Ukraine aus ihrem Gleichgewicht zu bringen. Sie förderten solche korrupten Kräfte wie Timoschenko und selbst Rechte Kräfte wurden, positiv ausgedrückt, nicht behindert. Der kleinste gemeinsame Nenner für alle war und ist, die Einbindung der Ukraine in die NATO und damit verbunden ein Ablösen von Russland.
  • Das heißt natürlich im Umkehrschluss, dass vor der Haustür der Russen ein dramatischer Konfliktherd bewusst aufgebaut wurde. Denn es war allen klar und es wurde von den Russen seit dem Zerfall der Sowjetunion ständig artikuliert: Das ist die rote Linie, deren überschreiten Russland nie und nimmer akzeptieren wird. Man hat es trotzdem getan und besonders während der Olympischen Spiele forciert. Jetzt hat man eine Situation erzeugt, in der Russland nicht mehr ruhig zuschauen kann.
  • Polen spielt im derzeitigen Konflikt keine rühmliche Rolle. Als unterwürfigster Gefolgsmann der Amerikaner (wieso ist Polen überhaupt der EU beigetreten?) lassen sie ihren Einfluss im Westen der Ukraine freien Lauf. Ihr Einfluss ist historisch bedingt. Sie haben den Westen der Ukraine lange Zeit besetzt und haben dort u. a. den katholischen Glauben hinterlassen. Der Rest des Landes ist im wesentlichen russisch-orthodox und die 'Förderung' bestimmter Kräfte trifft dort mitnichten auf ein positives Echo. Es bleibt aber dabei, dass sich Polen recht intensiv in die inneren Angelegenheiten seines Nachbarlandes einmischt. Wo bleibt bei diesem Punkt eigentlich der Aufschrei der deutschen Qualitätsjournalisten?
Kommen wir also zur Krim. Was steckt hinter diesem speziellen Konflikt und worin ist die besondere Lage der Krim zu erklären? Die Antwort ist einfach, wie auch brisant. Die Krim ist geopolitisch, militärisch und aus Sicht zur Lage zukünftiger Erdöl- und Erdgasleitungen sehr wichtig.
  • Geopolitisch ist die Lage der Krim für die Russen, wie auch für die NATO, überaus wichtig. Wer dort störungsfrei agieren kann, hat weite Zugriffe bis hin in den arabischen Raum. Da die Russen im Gegensatz zu den Amerikanern nur noch einen Auslandsstützpunkt (Syrien) besitzen und die Krim ihr direkter Zugang dorthin ist, erklärt schnell das Interesse auf beiden Seiten. Und das die Amerikaner vor der Haustür der Russen diese Aggressivität zu Tage tragen, lässt doch sehr tief blicken. Auch hier nur der kleine Hinweis, warum nehmen sich die deutschen Medien nicht dieser Sache näher an? Liegt doch alles vor unserer Haustür oder sind wir nur noch die Erfüllungsgehilfen der Amerikaner?
  • Militärisch ist die Krim für die Russen überaus wichtig, da bekanntermaßen hier ihre Schwarzmeerflotte vor Anker liegt. Zwanzig Jahre dümpelte sie mehr schlecht als recht vor sich hin, aber seit ein paar Jahren ist hier eine Änderung der russischen Strategie zu erkennen. Von hier aus haben sie vor wenigen Jahren die Flotte Georgiens niedergerungen. Weiterhin ist es dann nach einer Herauslösung der Krim aus der Ukraine möglich, einen Beitritt der Restukraine in die NATO zu bewerkstelligen. Ob das für uns wirklich so gut ist, sei mal dahingestellt, aber die Timoschenko-Partei bereitet derzeit einen Antrag zur NATO-Aufnahme vor. Aus diesem Grund glaube ich fest an eine größere Teilung der Ukraine, als nur an eine Ablösung der Krim. Denkbar ist hier aus meiner Sicht eine Teilung anhand der groben Verteilung der Glaubensrichtungen (Ost- und Westukraine).
  • Der Verlauf zukünftiger Erdöl- und Erdgasleitungen ist sehr interessant und eng mit der Krim verbunden. Man muss wissen, dass die Ukraine an ihren Durchleitungs-Prämien für Öl und Gas sehr gut verdient und hat Leute vom Schlag Timoschenko unermesslich reich werden lassen. Dadurch hängt ständig Konfliktpotential zwischen beiden Seiten in der Luft. Russland hat Alternativen zur bisherigen Leitung entwickelt bzw. umgesetzt. Die Nord-Trasse führt durch die Ostsee und ist fertig und wird sogar noch erweitert. Die Süd-Trasse soll im Herbst begonnen werden. Wenn die Krim nicht mehr in die ukrainische Hemisphäre fällt, braucht Russland die Krim mit der Süd-Trasse nicht mehr großflächig zu umgehen und durch die Tiefsee des Schwarzen Meeres zu führen, sondern nahe der Krim durch flaches Wasser bzw. gleich teilweise übers Festland verlegen. Das würde immense Kosten auf russischer Seite sparen, die Ukraine in die Rolle eines überflüssigen Zuschauers zurückfallen und ohne erhebliche Einnahmen dastehen lassen.
Eine Verlinkung zu einigen Artikeln entfällt aus Protest zum neuen Urheberrecht

Freitag, 4. November 2011

Was passiert, wenn ...


Was passiert, wenn Griechenland einen Staatsbankrott hinlegt? Auf diese und andere Fragen versucht ein Artikel des Tagesspiegels antworten zu finden.

Dienstag, 19. Juli 2011

Wer versteht schon manche deutsche Eliten

Huhu, liebes Blogvolk.

Stellt euch mal folgende Geschichte vor:

Ein Land versinkt im Chaos, wenige bereichern sich und wenige unter Ihnen werden extrem reich. Fast die gesamte restliche Bevölkerung lebt in Armut, von den Rentnern mal ganz zu schweigen. Was früher allen gehörte, und ich meine wirklich allen, wird auf dubiose Weise verramscht. Das Land nähert sich der Anarchie, es gibt keine Sozialversicherung für die Bevölkerung, Ordnung und Sicherheit gibt es nicht mehr, obwohl das Land hunderten von Atomwaffen an Bord hat. Eigentlich sollte aus diesem Grund es der Weltgemeinschaft nicht ganz egal sein, wer dort regiert. Wie man hört, ist es zu dieser Zeit ein volltrunkener Präsident, der nur seinen Clan, die Oligarchen und korrupte Ausländer bedient. Was aus der Bevölkerung und aus dem Land wird, ist ihm völlig egal. Im Westen ist dieser Präsident mehr als beliebt, weil er kein ernst zunehmender Verhandlungspartner ist, er soll mehr eine Marionette gewesen sein.

Dann kam der Punkt , als das Land völlig aus den Fugen geriet. Es werden die Regierungschefs vom alten Präsidenten wie die Wodkasorten gewechselt. Jeder soll nur die Wünsche der Begierigen erfüllen. Und dann ist die Gesundheit des Präsidenten nicht mehr weit vom Koma entfernt, dass der gerade eingesetzte junge Regierungschef das Land alleine am Leben erhalten muss. Der junge Regierungschef nutzt die Gunst der Stunde und wird relativ schnell zum jungen Präsidenten gewählt. Das geht nur in diesem Land, es hat eben einige Besonderheiten. Der junge Präsident trinkt nicht und macht weitestgehend Schluss mit den korrupten Machenschaften des Clans um den alten Präsidenten. Auch die supereichen Oligarchen werden in die Schranken verwiesen. Er gibt dem Land ein Gesundheitswesen wieder zurück und den Rentnern etwas Einkommen. Er ist im Land mehr als beliebt, nur im Westen und bei den Oligarchen nicht. Die sollen sich mit einmal an Spielregeln halten, was für eine Frechheit des jungen Präsidenten. Weiterhin sollen die Oligarchen mit einmal Steuern zahlen, noch so ein undemokratisches Werkzeug. Er gibt dem Land Ruhe und Ordnung zurück, führt es großartig durch die letzte Finanzkrise und baut die Wirtschaftskontakte zu den europäischen Ländern im großen Maße aus. Jetzt wieder als Regierungschef.
Aber alle westlichen Regierungen liegen noch heute dem verstorbenen alten Präsidenten zu Füßen und heben ihn in den Heldenhimmel. Der junge Regierungschef-Präsident-Regierungschef wird wegen ‚undemokratischen‘ Regierens vom Westen verteufelt (wenn das undemokratisch ist, was war denn das vorher??).

Der Gipfel der Verhöhnung eines ausländischen Regierungschefs lässt sich ein großes europäisches Land nicht nehmen. Es zeichnet den Mann mit einer Medaille oder Orden aus und erkennt ihm diese kurz vor Verleihung wieder ab. Einen größeren Affront kann man sich eigentlich nicht vorstellen. Die kalten Krieger (die ewig Gestrigen) sind wieder in ihrem Element und haben ein Land vorgeführt. Eine gelungene Art und Weise, die gemeinsame Zukunft anzugehen.

Wer hier olle Jelzin und Putin bei den Personen vor Augen hatte, der hat vielleicht das eigenständige Denken noch nicht verlernt. Sehr schön! Aber dann könnt ihr eventuell aber auch nicht den typisch deutschen Blödsinn erklären, der mit Putin gemacht wurde. Ich kann es nämlich nicht. Es ist schon alles seltsam!

Dienstag, 13. Januar 2009

Nachwuchs in Deutschland: Eher nie als spät

Überall in Europa wird das Projekt Nachwuchs hinausgezögert, aber in Deutschland bleibt er immer mehr aus. [Weiterlesen]