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Freitag, 8. März 2013

Wieder einmal Leistungsschutzrecht


Huhu, liebes Blogvolk.

An dieser Stelle ein kleiner Link zum Blog von Stefan Niggemeier. Er setzt, zur Freude aller kritischen Geister, seine Serie Lügen fürs Leistungsschutzrecht fort. Je mehr man sich der Sache annimmt, um so deprimierter wird man. Man erkennt Strukturen beim Qualitätsjournalismus. Wie Einnahmen gesichert werden sollen, mit einer Denkweise aus dem letzten Jahrtausend. Und da gehören Lügen schon zum Allgemeingut bei den Journalisten und deren Justiziare dazu.

Am Beispiel des Qualitätsjournalismus kann man aus meiner Sicht sehr gut erkennen, wie eine riesengroße Industrie, trotz aller Zuckungen und Lobbyarbeit, ihr eigenes Grab schaufelt.

Ihre Zeit ist für immer vorbei!

So funktioniert Qualitätsjournalismus: Wir schauen auf die FDP


Huhu, liebes Blogvolk. Die FDP ist schon eine Geisel der Menschheit. Das Spitzenpersonal übertrumpft sich seit Jahren mit Skandalmeldungen, aber da sie die Interessen finanziell gut bestückte Gruppen vertreten, klappt das mit der Außendarstellung trotzdem. Wieso Außendarstellung, könnte man fragen. Die Außendarstellung übernehmen in der heutigen Zeit hauptsächlich die Printmedien und Fernsehsender. Bei letzteren mehrheitlich die Sprach-Schauen. Die FDP-Hanseln werden immer wieder gern gut platziert und positiv dargestellt. Ebenso bei den Printmedien. Da kommen sie bei allen ihren Kapriolen immer wieder bestens davon.

Da kann man sich schon mal fragen: Wie kommt das nur? Und: Wo sind die Leistungen, die so eine positive Darstellung rechtfertigen? Bis auf wenige Ausnahmen (mehrheitlich im Justizministerium angesiedelt) sehe ich keine und in meinem Bekanntenkreis auch keiner. Aber irgendwie muss doch die Positiv-Meldung-Industrie funktionieren? Denn schließlich bleibt mit der Zeit dann beim Wähler, der mehrheitlich erst einmal seine Serien sehen will, etwas hängen. Es kann nur mit sehr gut arbeitenden Lobbyverbänden erklärt werden. Die müssen auch einige kleinere Kröten schlucken. Wenn alle auf dem Weg sind die Managergehälter zu Deckeln, dann springt auch Wein-Brüderle schnell auf diesen Zug, obwohl es ihre Klientel betrifft. Das kann man machen, denn dieser Zug ist bereits abgefahren und Schaden kann der Wein-Mann da nicht mehr anrichten.

Aber was tun sie denn z. B. für die Freiberufler, die, die eine immer größere Rolle in dieser neo-liberalisierten Gesellschaft übernehmen müssen. Kurz gesagt: Wenig bis gar nichts! Obwohl die FDP seit gefühlten 60 Jahren an der Macht ist (bis auf die paar Jahre Schroedter, der war auch nicht besser), haben sie es nicht fertig gebracht, ordentliche Rahmenbedingungen für diese Berufsgruppe zu schaffen. Eigentlich ist das mit ihre Kern-Klientel, aber es ist einfach fast nichts zu sehen. Warum also der Jubel? Und, seht ihr das dazu ein Qualitätsjournalist etwas schreibt? Und dann kommt gleich meine nächste Frage und mit der lasse ich euch da draußen alleine: Warum wohl nicht?

Verlinkungen werden aus Protest zum Leistungsschutzrechts-Gesetz hier zu den ‚normalen‘ Tageszeitungen nicht mehr gesetzt.

Donnerstag, 13. September 2012

Arbeiten so die großen Verlage (hier die Motorpresse)?

Huhu, liebes Blogvolk.
Beim powerbook_blogger habe ich neulich diese Meldung gefunden. Wenn das wahr ist, dann sinken die Qualitäts-Journalisten noch weiter in meiner Achtung. Das hat den Touch finsterster Springerpresse-Zeiten.
Aber lest bitte selber.

Freitag, 14. November 2008

Es kommt immer wieder durch

Wir haben es noch gut in Erinnerung: Georgien hat den Krieg begonnen, mit Duldung Amerikas, und hat dann noch mehrere Milliarden „Aufbauhilfe“ des Westens eingestrichen. So die reinen Fakten. Und was schreiben heute die Qualitätsjournalisten, die die freie Meinung in die Welt hinausposaunen und anderen das Nichtposaunen vorwerfen:

Trotz allem mit Russland verhandeln

Noch vor dem EU-Russland-Gipfel in Nizza haben die Europäer ihre Suspendierung der Gespräche mit Moskau über einen Grundlagenvertrag aufgehoben. Damit ist die EU von der einzigen entfernt sanktionsähnlichen Maßnahme abgerückt, die sie nach dem Fünf-Tage-Krieg in Georgien ergriffen hatte, um Russland zu bekunden, dass sie seine Gewaltpolitik und die Missachtung der territorialen Integrität Georgiens nicht akzeptieren werde. Zwar hat Russland einer europäischen Vermittlung im Kaukasus zugestimmt und eine EU-Beobachtermission zugelassen. Aber die Interpretation der Abkommen geht weit auseinander; vor allem die Vereinbarung, dass sich die russische Armee auf ihre Ausgangspositionen vor dem Krieg zurückziehen solle, bleibt toter Buchstabe, so bei [FAZ.NET]

Ist das nicht süß

Dienstag, 11. November 2008

Qualitätsjournalisten kennen nix

Nicht genug, dass sich viele der Qualitätsjournalisten sich für gewisse Interessen stark gemacht haben (Atomkraft, Flughafen usw.) und Frau Ypsilanti mächtig auf die Füße getreten haben, nein, jetzt hecheln sie diesen wortbrüchigen Walter & Co. hinterher. Bei diesen Damen und Herren war der Wortbruch natürlich politisch korrekt und es sind keine Schmuddelkinder. Fragt sich nur: Wem nützt es, wenn noch andere in den SPD-Wahlkampf ziehen sollten? Wären dann gewisse Interessenverbände ruhiger, wenn sie einen Herrn Scheer nicht mehr begegnen müssten. SPD, mach ruhig so weiter!

Donnerstag, 6. November 2008

Steinmeier verlangt von Medwedew bessere USA-Politik

Da fehlen mir langsam die Worte. [Spiegel Online] meldet:
Scharfe Kritik an Dmitri Medwedew: Außenminister Frank-Walter Steinmeier hat die Ankündigung des russischen Präsidenten verurteilt, Kurzstreckenraketen in Kaliningrad zu stationieren. Moskau müsse jetzt auf die USA zugehen, so [Spiegel Online]. Und weiter: Die russische Antwort auf die US-Raketenschildpläne in Polen und Tschechien seien ein "falsches Signal zum falschen Zeitpunkt", sagte Frank-Walter Steinmeier (SPD) am Mittwochabend in der ARD. Russland müsse erkennen, "dass wir uns in diesen Tagen an einer Weichenstellung befinden, dass die wirkliche Chance besteht, das Verhältnis zwischen Russland und Amerika neu zu begründen", fügte Steinmeier mit Blick auf die Wahl Barack Obamas zum US-Präsidenten hinzu.
Zum einen von olle Steinmeier und zum anderen von unseren lieben Qualitätsjournalisten, aber eigentlich habe ich nichts anderes erwartet.

Mittwoch, 5. November 2008

Vergleich Palin mit Ypsilanti

Wie schon vorausgesagt, kommen irgendwann die Qualitäts-Journalisten aus ihren Löchern und ziehen über die, an den SPD-Verhältnissen, gescheiterte Politikerin her. Hier eine kleine Kostprobe aus der Welt:
... . Die statistische Wahrscheinlichkeit, dass ein männlicher Amerikaner im Alter McCains binnen vier Jahren – also einer Amtszeit - stirbt, beträgt etwa eins zu sechs. Mit einer Wahrscheinlichkeit wie beim russischen Roulette würde also Sarah Palin, die nicht nur äußerlich so ähnlich wirkt wie eine rechtsgedrechte Andrea Ypsilanti, zum Zug kommen. Das kann niemand wollen, der Palins blamable Fernsehinterviews gesehen hat, so die Welt.

Mittwoch, 15. Oktober 2008

Russland, die Ukraine und meine geliebten Qualitätsjournalisten

Wieder ein Beispiel von Einbahnstraßen-Denken einiger Journalisten, wenn es um die Themen Russland, Ukraine und Georgien geht. Im Interview von Spiegel Online mit dem regierungsnahen Politstratege Nikonow heißt es:

„SPIEGEL ONLINE: Herr Nikonow, Russland spielt doch mit dem Feuer, seit es sich in Georgien über international anerkannte Grenzen hinwegsetzt, obwohl es doch im Kosovo stets auf das Völkerrecht gepocht hat.

Nikonow: Nicht wir haben die Büchse der Pandora geöffnet. Zudem gibt es im Falle von Abchasien und Südossetien mehr politische und historische Gründe für die Unabhängigkeit als beim Kosovo.“

Das konnte man schließlich in Hamburg nicht wissen.

Mehr hier

Samstag, 11. Oktober 2008

100.000 und ich





War wirklich eine tolle Demo. Fast 100.000 Menschen und die Qualitätsjournalisten verschweigen das Thema fast gänzlich. Was solls.
Zu meiner Freude war ich mehrmals ins Bild genommen worden, obwohl laut Versammlungsbeschluss, die Polizei nur in Ausnahmefällen oder Straftaten zu dieser Maßnahme greifen durfte. Tscha, so sind sie halt. Gutes Benehmen müssen immer nur die anderen vorleben. Außerdem wurden viele Demonstranten beim verlassen des Versammlungsortes daran gehindert, durch das Brandenburger Tor zu gehen. Warum auch immer.

Donnerstag, 9. Oktober 2008

Ironman auf Hawaii

Wenn eine Ausdauersportart besonders gefährdet ist, dann Triathlon. Eine der Sportarten mit den meisten auffälligen Dopingtests. Und der deutsche Qualitätsjournalismus findet kein kritisches Wort bei der Vorberichterstattung.

Ukraine vor der Wahl

Er hat wieder zugeschlagen, der deutsche Qualitätsjournalismus. In einem Artikel der FAZ wird nach Gründen für die Neuwahlen in der Ukraine gesucht.
Man arbeitet folgende Punkte heraus:
„Timoschenko hatte an diesem Tag eigentlich zu einem Treffen mit Ministerpräsident Putin nach Moskau fliegen sollen, aber als sie am Kiewer Flughafen erschien, stellte sie fest, dass ihr reserviertes Regierungsflugzeug, eine geräumige, wenn auch etwas lärmende Il-62 mit Schlafkabine und mächtigen spätsowjetischen Telefonen, verschwunden war: Der Präsident hatte die Maschine kurzerhand und ohne zu fragen für eine Inlandsreise beschlagnahmt. Nachdem es der überrumpelten Timoschenko schließlich doch gelungen war, irgendwo ein slowenisches Charterflugzeug aufzutreiben, empfing Putin sie in Moskau mit der spöttischen Bemerkung, so sei es nun einmal, wenn „Taschendiebe“ Flugzeuge klauten.„
An dieser Posse soll das Bündnis zerbrochen sein. Die Posse ist ja ganz nett, aber die wirklichen Ereignissen werden, warum auch immer, verschwiegen.

Für alle, die die richtigen Gründe für die Neuwahlen noch einmal nachlesen möchten, findet sie hier

Dienstag, 7. Oktober 2008

Neben den Bankern sollen wir wohl noch weitere Feindbilder haben

Jedenfalls beleuchtet der Artikel mal das Thema und nennt die Gründe, wieso manche Russen so reich sind. Mehr hier

Sonntag, 5. Oktober 2008

Die FAZ und Lafontaine

Man kann ja von Menschen halten was man will, aber es gibt ein paar historische Wahrheiten, an denen noch nicht einmal die FAZ herum kommt. Neben den üblichen Qualitätsjournalistik-Sprüchen, kommt man auf den Punkt:

„Offenbar bestand, so Lafontaines Darstellung, damals ein gewisses gutes Einvernehmen zwischen Lafontaine, dem französischen Finanzminister Dominique Strauss-Kahn, dem damaligen Schatzkanzler Gordon Brown und Clintons Finanzminister Robert Rubin. Alle waren sich einig, dass die Finanzmärkte eine vernünftige Aufsicht brauchen - sicher in graduellen Unterschieden, aber das Prinzip war allen klar. Und auch Schröder hatte nichts dagegen. Welche historische Gelegenheit wurde da vertan! Es wäre ein internationales Bündnis der Vorsicht auf Dauer geworden: Heute ist Strauss-Kahn Chef des Internationalen Währungsfonds, Gordon Brown britischer Premier und Rubin ein emsiger Berater von Barack Obama.“

Genau aus diesen Gründen hat man Lafontaine damals weggebissen, er wollte das Finanzwesen verändern. Wer jetzt die Frage stellt: Wem nützt es? kommt schnell zu einer aktuellen Antwort. Übrigens: Die damaligen FAZ-Artikel zu diesem Thema würden mir gern noch einmal durchlesen!!


Hätte damals Lafontaine mehr Unterstützung in seiner Partei gehabt, wie viele hundert Milliarden hätten wir uns heute sparen können.
Das sind doch Beträge, wo ein Qualitäts-Journalist anfangen könnte zu arbeiten - oder? Aber ich erwarte wieder zu viel.

Sonntag, 14. September 2008

Kita-Gebühren gehören abgeschafft


Bei solchen Themen, den geläufigen Wortmeldungen einschlägiger Politiker und Veröffentlichung durch die Qualitätsjournalisten, wird bei mir sofort der Frühstückstee kalt. Eine vehemente Verteidigung der Kita-Gebühren und was da noch hinten dran hängt, sollte man so nicht stehen lassen.
Also, liebe Politiker und Journalisten, wenn dieses Land sich wirklich gut für eine Zukunft im globalen Wettbewerb aufstellen will (wenn das zukünftig noch so sein sollte), dann gibt es nichts Wichtigeres, als unsere Kinder. Um gerade auch den Geburtenrückgang und die Zukunftssicherung aller Systeme (Rente etc.) zu sichern, müssen halt mehr Kinder her - so einfach ist das. Dafür muss eine Gesellschaft was tun, alle und das unbürokratisch. Fest steht doch: Alle Schranken und Regelsätze erfordern Bürokratie ohne Ende und bringen unterm Strich dann sehr wenig. Zur Zukunft einer Gesellschaft gehört aber auch, Chancengleichheit für alle Kinder bei Bildung und das in allen Stufen und Ebenen. So etwas ist für eine funktionierende Gesellschaft elementar. Mensch, das hatte sogar schon olle Onkel Erich kapiert und der war nur Dachdecker.
An anderer Stelle hatte ich das schon mal erwähnt, wenn die Politik diesen Problemkomplex nicht zufriedenstellend für breite Schichten der Gesellschaft löst, dann lösen diese Schichten der Gesellschaft das für sich. Wie sich jeder denken kann, sind diese breiten Schichten nicht unbedingt bei den Reichen angesiedelt.



graphik: schulhaus feldmatt