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Dienstag, 3. März 2009

Marx neu entdecken

Gestern hatte ich versucht, zwei wirklich netten Kollegen, zu erklären, warum in diesem Staate alles in den Seilen hängt. Ist mir nicht wirklich gelungen. Da sehe ich heute Morgen, dass seine Heiligkeit, der Schockwellenreiter, einen schönen Link zu diesem Thema auf seiner Seite hat. Den muss ich dann auch schnell noch „verlinken“ und vielleicht hilft das den beiden Kollegen, das große Welträtsel für sich zu lösen. [Mehr]
-Lesebefehl-

Dienstag, 23. Dezember 2008

Marx meinte

Ich werde die kleine Serie noch etwas fortsetzen, denn ein wenig Grundlagen pauken ist immer gut.

Aus dem Gesagten ergibt sich, daß das Warenkapital seine Eigenschaft, potentielles Geldkapital darzustellen, in der Krise und überhaupt in Geschäftsstockungen in großem Maß verliert. Dasselbe gilt von dem fiktiven Kapital, den zinstragenden Papieren, soweit diese selbst als Geldkapitale auf der Börse zirkulieren. Mit dem steigenden Zins fällt ihr Preis. Er fällt ferner durch den allgemeinen Kreditmangel, der ihre Eigner zwingt, sie massenweis auf dem Markt loszuschlagen, um sich Geld zu verschaffen. Er fällt endlich bei Aktien, teils infolge der Abnahme der Revenuen, worauf sie Anweisungen sind, teils infolge des Schwindelcharakters der Unternehmungen, die sie oft genug repräsentieren. Dies fiktive Geldkapital ist in Krisen enorm vermindert und damit die Macht seiner Eigner, Geld darauf im Markt aufzunehmen. Die Verminderung der Geldnamen dieser Wertpapiere im Kurszettel hat jedoch nichts zu tun mit dem wirklichen Kapital, das sie vorstellen, dagegen sehr viel mit der Zahlungsfähigkeit seiner Eigner.

Karl Marx, Das Kapital, MEW Bd. 25, S. 510


Gefunden bei [neues-deutschland.de]

Montag, 22. Dezember 2008

Viele meinen heute: Marx hatte doch Recht ...

aber was hat er denn gesagt?
Hier ein erster Auszug:
Mit dem Fall der Profitrate wächst das Kapitalminimum, das in der Hand des einzelnen Kapitalisten zur produktiven Anwendung der Arbeit erheischt ist; erheischt sowohl zu ihrer Exploitation überhaupt, als dazu, daß die angewandte Arbeitszeit die zur Produktion der Waren notwendige Arbeitszeit sei, daß sie den Durchschnitt der zur Produktion der Waren gesellschaftlich notwendigen Arbeitszeit nicht überschreite. Und gleichzeitig wächst die Konzentration, weil jenseits gewisser Grenzen großes Kapital mit kleiner Profitrate rascher akkumuliert, als kleines mit großer. Diese wachsende Konzentration führt ihrerseits wieder auf einer gewissen Höhe einen neuen Fall der Profitrate herbei. Die Masse der kleinen zersplitterten Kapitale wird dadurch auf die Bahn der Abenteuer gedrängt: Spekulation, Kreditschwindel, Aktienschwindel, Krisen.

Karl Marx, Das Kapital, MEW Bd. 25, S. 261

Gefunden im [neues-deutschland.de]

Donnerstag, 18. Dezember 2008

Trotz U-Bahn-Bau bleiben Marx und Engels "zugänglich"


Die U 5 wird verlängert und das ist für mich eine gute Nachricht. Wer aber ein wenig mit den Berliner Örtlichkeiten vertraut ist, der fragt sich sofort: Wie machen die denn das? Schließlich wird die U 5 unter Unter den Linden weitergebaut und das ist wahrlich keine einfache Baumaßnahme, besonders für die BVG nicht. Zu guter Letzt geht es dann auch noch um das Marx-Engels-Forum und die Berliner schreibt dazu:
Auch das Marx-Engels-Forum wird Baustelle. In der Denkmalanlage entsteht der „Startschacht“, in dem der Tunnelbohrer seine Fahrten antritt. Zudem wird dort der Bodenaushub auf Schiffe umgeladen. Damit der Schacht gegraben werden und nebenan, vorm Roten Rathaus, ein U-Bahnhof angelegt werden kann, wird die Spandauer Straße verschwenkt und die Rathausstraße gesperrt. Vom Weiterbau der U 5 bleibt die Bronzeskulptur von Ludwig Engelhardt, die dem Forum den Namen gibt, nicht verschont. Auf Betreiben der Linkspartei werden Marx und Engels für einige Jahre in den Nordwesten der Anlage umgesetzt – damit sie weiterhin zugänglich sind.

Geht doch

Mehr zur geplanten Baustelle findet man hier

Montag, 8. Dezember 2008

Die ganze Plusmacherei ist absolutes Gesetz

Diesen Artikel habe ich im [ND] gefunden und ist absolut lesenswert, wie übrigens alle Artikel von [Thomas Kuczynski] bzw. von seinem Vater [Jürgen Kuczynski].
Hier ein kurzer Auszug:
... Das Gros der zockenden Manager hat sich in der Tat völlig systemkonform verhalten. Ihre erste Aufgabe in diesem System ist, dem Bundespräsidenten sei widersprochen, Profit zu machen, nicht irgendwelche Kunden zu bedienen; in Marx' Worten: »Produktion von Mehrwert oder Plusmacherei ist das absolute Gesetz dieser Produktionsweise.« ...
Es ist sehr einfach: Zur Zeit bekommt der arbeitslose ALG-II-Empfänger viertausend Euro im Jahr, der zockende Bankmanager vier Millionen, und die von Pleite bedrohte Bank vier Milliarden. Aber das ist eben noch nicht das Ende der Stufenleiter: Bei den Versicherungen gegen die faulen Kredite wird es um Billionen gehen, und damit verglichen sind die von den Regierungen bislang beschlossenen Programme ein Nichts. ...

Dienstag, 21. Oktober 2008

Kommunismus der Kapitalisten

Habe ich gestern beim Schockwellereiter gefunden:

Schon 1857 schrieb Karl Marx über »hemmungslose Spekulanten« und Staatsgarantien: »Am 26. November war die Panik wieder in vollem Gange, und wie zuerst der Disconto-Verein, so trat jetzt die Regierung in Erscheinung, um ihren Lauf aufzuhalten. Am 27. machte der Senat den Vorschlag und erhielt auch von der Erbgesessenen Bürgerschaft (bis 1860 Parlament von Bürgern Hamburgs mit Grundbesitz und Vermögen -d. Red.) der Stadt die Zustimmung, verzinsliche Wertpapiere (Noten der Kämmerei) zu einem Betrage von 15 Millionen Mark Banko herauszugeben, um Vorschüsse auf Waren dauerhafter Art oder auf Staatspapiere zu gewähren (...) Mit anderen Worten, das Vermögen der gesamten Gesellschaft, welche die Regierung vertritt, hätte die Verluste der privaten Kapitalisten zu vergüten. Diese Art Kommunismus, wo die Gegenseitigkeit völlig einseitig ist, erscheint den europäischen Kapitalisten ziemlich anziehend.« [Junge Welt].

Mehr hier