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Sonntag, 24. Juni 2012

Meine Freunde von der GEMA sollten das mit den Interviews ruhig weitermachen

Huhu, liebes Blogvolk.
Die Wegelagerer von der GEMA reiten sich immer tiefer ins Abseits hinein. Ob sie mit einer modernen Viererkette in der Verteidigung spielen weiß ich nicht, aber nach meiner Meinung deutet alles auf das veraltete Libero-System hin. Auf alle Fälle ich die Außenwirkung ‚grandios‘ und wird wohl so nicht mehr lange weitergehen können. Das Rad der Entwicklung wird über die GEMA, so wie wir sie heute kennen, hinwegrollen. Genauso wie über den Lobby-Leistungsschutzgesetzentwurf der Regierung.

Dienstag, 19. Juni 2012

Liebe Verlage, liebes Justizministerium, ihr habt das Internet wohl nicht richtig verstanden!

Und das war es auch mit euch!

Ich bin an sich sehr gutmütig und rücksichtsvoll, aber in den letzten Tage schäume ich etwas vor mich hin. Der Grund ist, die Verlage und ihre Lobby haben aus meiner Sicht eine Linie überschritten. Sicherlich machen sie das nicht aus Menschenverachtung, sondern um sich am Leben zu erhalten. Was ja auch ehrenwert ist, nur auf die Wahl der Mittel kommt es an.
Worum geht es genau: Im Gesetzentwurf des Justizministeriums zum Leistungsschutzrecht, dass, wie man munkeln hört, von der Verlagslobby stark mitgetextet wurde, werden sogar Links, oder deren Inhalte, Vergütungspflichtig. Wenn man als Blogger bei der üblichen Praxis bleibt, einen Vorgang umschreibt und dann an den Artikel der Zeitung oder des Verlages verlinkt (also in diesem Fall keinen Originaltext verwendet) und diesen nicht dem Urheber vergütet, kann man abgemahnt werden.
Nur mal zum Verständnis: Wir Blogger spülen denen tausende Klicks in die Kassen und sollen noch dafür bezahlen! Das ist verdrehte Welt in den Lobbyhirnen, mit der Hoffnung, eine Gelddruckmaschine anwerfen zu können.

Wie dem auch sei. Weil ihr nicht lernfähig seit und damit euer Untergang beschleunigt wird (der kommt sowieso), verlinken viele Blogger ab heute nicht mehr zu euch. Ab jetzt mache ich das auch nicht mehr ☺

Hoffentlich habt ihr noch schöne Tage mit dem Justizministerium.

Montag, 18. Juni 2012

Die neuen Leistungsschutzrechte: Wie wir alle damit schnell reich werden können

Huhu, liebes Blogvolk.
Heute fand ich beim Schockwellenreiter einen Link zu einem Artikel von Mario Sixtus. In dem geht es um die neuen Leistungsschutzrechte und wie man damit leicht und schnell reich werden könnte.
Der Artikel ist wirklich sehr interessant und zeigt die verdrehte Welt der Entwurfsverfasser der neuen Leistungsschutzrechte und deren Ideeneinflößer auf.

Vielen Dank für den Tipp an den Schockwellenreiter

Freitag, 15. Juni 2012

Leistungsschutzrecht

Huhu, liebes Blogvolk.

Stefan Niggemeier hat einen interessanten Artikel über die Unfähigkeit in manchen Redaktionsstuben zu den Pixeln gebracht. Seine Überschrift fast es eigentlich sehr gut zusammen: Geht sterben.
Sag ich doch!

Donnerstag, 14. Juni 2012

Der Streit ums Urheberrecht

Huhu, liebes Blogvolk.

Das Urheberrecht ist grundsätzlich ja was schönes. Natürlich darf es sich nicht zu einer Art Rentensystem entwickeln. Das scheinen derzeit viele zu wollen. Kurzfristig kann man damit zwar kleinere Erfolge erzielen, aber die Eieruhr der Veränderung ist dann bereits um so heftiger umgedreht. Immer wenn ich diese Träumereien höre, stelle ich mir vor, dass ich mit von mir gefertigten technischen Zeichnungen in Dutzenden von Jahren meine Rente finanzieren kann. Da lachen natürlich alle - aber warum nur? Wenn die Einen darauf Anspruch haben, warum dann nicht auch ich? Jeder soll für seine Arbeit gut entlohnt werden, aber ob es in der derzeit geplanten Form sein muss, ist doch mindestens sehr fraglich.

Dann komme ich gleich zum nächsten Punkt. Wie setze ich solche Rechte im wirklichen Leben um, ohne Heerscharen von Rechtsanwälten reich zu machen? Da gibt es nur eine Möglichkeit: Man muss uns sehr stark kontrollieren! Punkt Schluss aus. Das will natürlich keiner (ich auch nicht), aber wenn man die Rechte der Urheber und leider auch der Verwerter ansatzweise sicher durchsetzen und die Ansprüche zusammentragen will, dann geht das aus meiner Sicht nur so. Und das ist mein zweiter großer Kritikpunkt: Wenn diese Rechte nur mit einer staatssicherheitsähnlichen Überwachungsarmee durchsetzbar sind, dann muss man für dieses Problem eine andere Lösung finden. Jetzt höre ich schon wieder viele schreien: Das stimmt nicht, man könne das auch anders zusammentragen und durchsetzen. Na dann sagt doch bitte mal wie, ohne gleich jede Internetverbindung mitzuschneiden oder/und in jeden Rechner hineinzuschauen. Alles andere ist nur lückenhaft und dann könnte man die Sache gleich anders angehen.

Freitag, 1. Juni 2012

Die Verwerterindustrie greift wieder an

Anscheinend haben sie noch nicht genug und sie können sich nicht mit den Zuständen im Internet abfinden. Die Verwerterindustrie bezichtigt Google nicht genügend gegen Urheberrechtsverletzungen zu tun. Die von Google im letzten Monat gelöschten Links reichen der RIAA nicht aus.

Weiter so Jungs, irgendwann fällt Euch dieser Salat auf die Füße!

Dienstag, 4. Oktober 2011

Hochbedenkliche Verfahrensweise französischer Behörden bei Urheberrechtsverstößen im Internet

Wie die Kollegen von Telepolis schreiben, hat die französische Internet-Aufsichtsbehörde 22.000.000 Meldungen über Verstöße gegen das Urheberrecht gesammelt.

Für mich gibt es zwei Punkte, auf die ich in diesem Artikel hinweisen möchte. Zum einen ist es das Gesetz der Franzosen, sich selbst zu überwachen und zum anderen, dass die Damen und Herren Internetprovider fleißig Daten ihrer Nutzer sammeln und an die staatlichen Behörden weitergeben. Nicht einzelne Daten, wenn mal Gefahr im Verzug ist, nein, flächendeckend wird hier gearbeitet.
Da läuft einem der kalte Schauer über den Rücken.

[Hier geht es zum lesenswerten Artikel]

Mittwoch, 13. Juli 2011

Natürlich haben sie recht | Update 17.07.11


wenn sie schreiben:
„Liebe GVU, Filmindustrie und Staat: Denkt ihr wirklich, ihr könnt uns stoppen, nur weil ihr haufenweise Geld habt? Wie kann es sein, dass harmlose Webseitenbetreiber auf eine Stufe mit Mördern und Vergewaltigern gestellt werden?“

Gleich zu Beginn: Ich nutze diese Angebote im Netz in keiner Weise, aber diese Sätze der Nachfolge-Webseite von kino.to bringen das zum Ausdruck, was viele denken. Vielleicht sind sie nicht die ganz harmlosen Seitenbetreiber, vielleicht gibt es da Grauzonen. Aber der Hauptpunkt um den es geht, ist der, warum sind die vom Staat verhätschelte und von den Juristen auf Händen getragene Filmindustrie und deren Verwertungsgesellschaften nicht in der Lage, ein auf dem Stand der Technik angepasstes Verwertungsmodell aufzubauen. Das ist die Ursache dieses ganzen Dilemmas und die dicke Filmindustrie verharrt in einer Denkweise des letzten Jahrtausends. Da gab es noch den Kalten Krieg und Rechner haben Säle gefüllt. Internet war noch was für das Pentagon und Festplatten ein Fremdwort. Wenn sich aber das gesamte Umfeld verändert und sogar die Denkweise der Menschen zum Urheberrecht in Veränderung begriffen ist, dann muss ich mich den Gegebenheiten anpassen. Es gibt in diesen Verwertungsprozessen so viele Stellschrauben die man bewegen kann, man muss nur wollen. Vielleicht solltet ihr z. B. Leute mit einem besonders gutem Angebot belohnen, die auch in Netz bereit sind, Geld für Filme auszugeben. Aber man erschwert lieber diesen Verwertungszweig und heult vergangenen Zeiten hinterher. Dann schickt man scharenweise Anwälte auf die kleinen User los und schimpft auf Vater Staat, dass er nicht mehr gegen diese ‚Unsitten‘ tut. Von der Unverhältnismäßigkeit der Mittel mal ganz zu schweigen!!

Liebe Filmindustrie, liebe GVU, wenn ihr euch nicht schleunigst den Veränderungen anpasst, dann könntet ihr schneller Geschichte sein, als ihr ‚Geschichte‘ schreibt.

Update 17.07.11

Wie die heise-greise melden, hat eine andere Gesellschaft, die Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) herausgefunden, dass Nutzer von Kino.to oder ähnlicher Internetseiten weit häufiger mehr ins Kino gehen, als andere Personen. Also man kriminalisiert die wichtigste eigene Klientel. Da muss man erstmal drauf kommen.
Was für mich aber besonders interessant ist, dass die GfK, die sonst immer im Dienste der großen Medienkonzerne unterwegs ist, denen mal soeben ins Knie geschossen hat.