Sonntag, 5. Oktober 2008

Die FAZ und Lafontaine

Man kann ja von Menschen halten was man will, aber es gibt ein paar historische Wahrheiten, an denen noch nicht einmal die FAZ herum kommt. Neben den üblichen Qualitätsjournalistik-Sprüchen, kommt man auf den Punkt:

„Offenbar bestand, so Lafontaines Darstellung, damals ein gewisses gutes Einvernehmen zwischen Lafontaine, dem französischen Finanzminister Dominique Strauss-Kahn, dem damaligen Schatzkanzler Gordon Brown und Clintons Finanzminister Robert Rubin. Alle waren sich einig, dass die Finanzmärkte eine vernünftige Aufsicht brauchen - sicher in graduellen Unterschieden, aber das Prinzip war allen klar. Und auch Schröder hatte nichts dagegen. Welche historische Gelegenheit wurde da vertan! Es wäre ein internationales Bündnis der Vorsicht auf Dauer geworden: Heute ist Strauss-Kahn Chef des Internationalen Währungsfonds, Gordon Brown britischer Premier und Rubin ein emsiger Berater von Barack Obama.“

Genau aus diesen Gründen hat man Lafontaine damals weggebissen, er wollte das Finanzwesen verändern. Wer jetzt die Frage stellt: Wem nützt es? kommt schnell zu einer aktuellen Antwort. Übrigens: Die damaligen FAZ-Artikel zu diesem Thema würden mir gern noch einmal durchlesen!!


Hätte damals Lafontaine mehr Unterstützung in seiner Partei gehabt, wie viele hundert Milliarden hätten wir uns heute sparen können.
Das sind doch Beträge, wo ein Qualitäts-Journalist anfangen könnte zu arbeiten - oder? Aber ich erwarte wieder zu viel.

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