Samstag, 31. Mai 2014
Dschoggen 14/06
Das war heute nix. Nach einer anstrengende Woche ging auf meiner Runde nur wenig. Zu guter Letzt hat sich mein Knie wieder gemeldet und da habe ich nach 10 min die Sache einfach abgebrochen.
Muss denn auch mal gehen :-).
Sonntag, 25. Mai 2014
Europawahl 2014
Das Wetter ist wunderbar und mein Wahlschein für die Europawahl war gefühlte drei Meter lang. Das ist alles so in Ordnung. Aber wir armen Berliner dürfen noch zusätzlich ein kompliziertes Volksentscheidformular ausfüllen. Bei diesem geht es um die weitere Nutzung des Flugfeldes Tempelhof. Die Lobbyverbände haben ganze Arbeit geleistet und das Abgeordnetenhaus hat dementsprechend einen Beschluss gefasst, in dem weite Teile des Geländes bebaut werden sollen. Dagegen steht ein Antrag für den Verbleib der kompletten Freifläche. Gegen diese Vorgehensweise gibt es nichts zu sagen. Was mich stört ist, wie das Formular aufgebaut ist. Ich bezweifle ganz stark, dass u. a. die Omis aus meinem Haus mit der Fragestellung auf diesem Formular zurecht kommen. Anscheinend will man das auch nicht!
Weiterhin interessiert mich, wie weit diesmal die Prognoseexperten daneben liegen :-)
Samstag, 24. Mai 2014
Angelesen X
Ein neues Buch für meine Bibliothek ist eingetroffen. Für das Thema ‚Wie werden unsere Politiker und schlussendlich auch wir beeinflusst‘, ist das Schmökern in diesem Buch unerlässlich. Es geht halt nichts über Recherche ☺
Kuttners Zugabe
Gestern passierte etwas Außergewöhnliches. In seinem 118. Videoschnipselabend hat Kuttner erstmals, nach eigener Aussage, eine Zugabe gegeben. Den verwendeten Ausschnitt zu finden, hatte ich erst gar nicht gehofft, aber hier ein anderes Beispiel vom Titel Putch des Alexandrow Ensembles.
Viele Spaß
118. Videoschnipselabend in der Volksbühne
Gestern war es wieder soweit. Käptn Kirk Kuttner hatte zum 118. Videoschnipselabend geladen und die Volksbühne war rappeldicht voll. An sich ging es um die letzten drei der zehn Gebote, aber die aktuelle politische Lage ließ ihn öfters abschweifen. Wie einigen aus der Anstalt, hat Kuttner ein besonderes Auge auf Josef Joffe geworfen. Der sehr stark mit Amerika und dem Gedankengut der Rüstungsindustrie verwobene Joffe, ist in seiner Art und Weise auch kaum zu ertragen. In einem weiteren Artikel werde ich auf die pikanten Verknüpfungen zwischen Politik, militärisch-industrieller Komplex und Qualitätsjournalismus eingehen. Joffe ist ein Paradebeispiel für diese Missstände und kann nicht oft genug an den Pranger gestellt werden. Schließlich sind es diese Leute, die ihre Macht bei der Meinungsbildung missbrauchen.
Jedenfalls war es wieder ein wunderbarer Veranstaltung und im Juni gibt es einen best-of-Abend, was auch immer das bei Kuttner heißen mag ☺
Donnerstag, 22. Mai 2014
Dschoggen 14/05
Das schöne Wetter lädt einem geradezu zur sportlichen Betätigung ein. Auch ich hatte es vorgestern genutzt und war rund 8 km dschoggend unterwegs. Bei herrlichsten Sonnenschein, überall hübsche Medchens und die Delle in meiner Laufaufzeichnung zeugt von einem Hundegespräch mit einer jungen Frau. Anscheinend komme ich jetzt in das Hunde-Gesprächs-Alter. Schlimm.
Ansonsten war alles im grünen Bereich. Kein Knie hat gezwickt, die üblichen Marathonläufer haben mich wieder blass aussehen lassen und danach fühlte ich mich ausgesprochen gut. Was will man als alter Mann mehr :-).
Dienstag, 20. Mai 2014
Was treibt Qualitätsjournalisten wie Nikolaus Blome?
Ihr kennt bestimmt dieses Phänomen: Man hört, sieht oder liest etwas, regt sich darüber auf oder findet es besonders gut, dann recherchiert man, erkundigt sich, beleuchtet Hintergründe und mit einmal erklärt sich eine komplexe Fragestellung oder ein Problem wie von selbst. So ging es mir heute in meiner morgendlichen Presseschau. Die vielen RSS-Feeds durchzusehen nimmt in der Regel nur einen kleinen Teil meiner Lebenszeit in Anspruch. Es sei denn, man findet inmitten dieser RSS-Flut eine oder mehrere Perlen. Wobei diese Perlen leider auch einen negativen Touch haben können. In solchen Fällen, also wenn mich eine Meldung oder ein Artikel ‚anschreit‘, dann raffe ich mich in der Regel auf, darüber etwas zu schreiben.
So geschehen heute, wie ihr euch sicherlich schon denken konntet. Ein Kommentar von Niklaus Blome in Spiegel online, ein Journalist meiner Generation, beschreibt aus seiner Sicht die Notwendigkeit des Bündnisbeistands für bestimmte Länder Osteuropas und kritisiert die Bundesregierung scharf, dass sie Russland viel zu wenig die Leviten liest.
Ihr habt sicherlich seinen kleinen ‚Denkfehler‘ schon bemerkt. Er geht grundsätzlich von einem Nato-Bündnisfall für osteuropäische Staaten aus. Also Staaten, die die Nato entgegen von Vereinbarungen sich einverleibt hat. Und hier sind wir ganz schnell beim Ukraine-Konflikt. Noch einmal zur Erklärung, falls jemand es nicht mehr im Hinterkopf hat. Deutschland und Westeuropa haben als Gegenleistung für den Rückzug der sowjetischen Truppen aus der DDR, der Sowjetunion zugesagt, dass die Bodenreform der DDR nicht angetastet und eine Osterweiterung der Nato nicht stattfinden wird. Letztere ist sicherlich keine Abmachung für immer und ewig, wer weiß schon was in 100 Jahren passiert, aber mindestens für die nächsten 50 Jahre sollte letzteres Versprechen Bestand haben. Aber wie kommt es zur Notwendigkeit dieser Bündnisfallzusage? Der Westen hat Russland schlussendlich mit dem geplanten Kooperationsabkommen mit der Ukraine so sehr in die Enge getrieben, dass das der Auslöser dieses Konfliktes wurde. Man provoziert den Konflikt und beschwört danach den Bündnisfall. Also wenn das keine Kriegstreiberei ist, dann weiß ich auch nicht mehr? Weiter zum Thema: Wer ist in den vergangenen 20 Jahren als Aggressor in Osteuropa aufgetreten? Diese Frage wird sehr gut in der Sendung Neues aus der Anstalt vom 29.04.14 beantwortet. Ich verlinke einfach mal, auch wenn es mir wieder etwas Ärger einbringen kann.
Es ist leider schon aussagekräftig genug, wenn man, um wichtige Zusammenhänge aufzuzeigen, nicht mehr auf Artikel großer Zeitungen oder Zeitschriften zurückgreift, sondern auf politische Satiresendungen. Aber wie kam es dazu, dass diese Medien, egal ob NSA-Skandal, Jugoslawien oder Ukraine, nicht mehr ihrem Auftrag nachkommen? Eine Erklärung findet sich in der genannten Sendung. Von meiner Seite würde ich gern die Sache, wie die Kollegen im Fernsehen, mal mit Fakten untermauern. Hätte und könnte gibt es schon genug und liegen auch in der Natur der Sache, denn der Konflikt ist ein paar Meter weg. Das Internet hilft uns bei vielem, aber auch nicht bei allem.
Also einige Fakten zum Artikel:
-Es erscheint ein Kommentar bei Spiegel online mit dem Titel Wer stumm bleibt, ist feige
-In diesem Kommentar geht es, wie schon geschrieben, im wesentlichen um die ‚Verteidigung‘ des Bündnisgebietes der Nato. Das Gebiet liegt zufälligerweise in Osteuropa.
-Der Verfasser ist Nikolas Blome.
So weit, so gut. Aber können wir erkennen, woher sein Drang kommt, einen solchen ‚Vorkriegsaufruf-Kommentar‘ zu verfassen? Schauen wir noch näher hin: Woher kommt Blome, wie war sein Werdegang? Um sich ein umfassenderes Bild zu machen, muss man diese Fragen mit beantworten:
-Geboren 1963 in der BRD -Studierte in Bonn und Paris Politik, Volkswirtschaft und Geschichte
-War beim beim Blatt der Ewiggestrigen, beim Tagesspiegel, und ab ca. 1997 in verschiedenen Positionen bei Springer. Da war er für die Welt und Bild verantwortlich unterwegs. Also bei den Verlagen und Blättern, die in der genannten Sendung als ‚Lokalausgabe der Nato-Pressestelle‘ bezeichnet werden!!!
-Ab 2013 ist er Mitglied der Chefredaktion beim Spiegel und Spiegel online
Wenn man das so liest, wird seine Motivation schon nachvollziehbarer. Er ist anscheinend im vergangenen Jahrtausend und im Kalten Krieg gedanklich hängen geblieben. Er verfolgt vermutlich immer noch seine alten Feindbilder, die in den verschiedenen Pressestellen bis heute am Leben gehalten werden. Und jetzt kommt es: Er wird mit Auszeichnungen nur so überschüttet. Für mich stellt sich die Sache so dar, dass er besonders gut den geforderte Ton für die Transatlantische Freundschaft in den Pressestellen trifft. Wie z. B. beim jetzigen Kommentar. Wenn also einer wie Blome in der Vergangenheit verharrt und das Wohlwollen der Medieninhaber besitzt, wer das auch immer sein mag, dann ist seine artikulierte Meinung gewollt und gern gesehen. Zu diesem Schluss muss man dann aber auch kommen dürfen. Vielleicht haben wir hier ein wichtiges Puzzlesteinchen für das Phänomen, dass in einer Gesellschaft mit einer grundgesetzlich gesicherten Meinungsfreiheit, die Massenmedien in bestimmten wichtigen Themen immer gleichgeschaltet wirken.
Für mich ist das ein Ansatzpunkt, dieses Thema weiter zu beleuchten. Ich werde Autoren, deren Artikeln mir auffallen, hinterfragen, ihren Werdegang recherchieren und ggfs. hier eine kleine Serie daraus machen. Vielleicht verfestigt sich meine Annahme.
Mal sehen
Montag, 19. Mai 2014
Angelesen VII bis IX
Ich habe meine Bibliothek mit einigen Büchern erweitert. Unterschiedlicher können die Genres nicht sein und ich freue mich sehr darauf in sie einzutauchen.
Vielleicht bin ich irgendwann motiviert genug, von dem einen oder anderen hier meine Eindrücke zu platzieren. Mal sehen ☺
Samstag, 17. Mai 2014
Wie kommt es zu einer Gleichschaltung der Medien in westlichen Demokratien?
Eigentlich müssten die Bösen bestraft werde
Huhu, liebes Blogvolk.
Passend zum vorigen Beitrag ein Videomitschnitt von Volker Pispers bei der Verleihung des Kleinkunstpreises 2014. Wunderbar. Er geht auf die Medien, Obama, Schweiz, Griechenland und den Bösewicht Obama ein.
Wenn ihr es noch nicht gesehen haben solltet, dann nehmt euch bitte die Zeit. Es lohnt sich ☺.
Donnerstag, 15. Mai 2014
Muss unbedingt sein
Huhu, liebes Blogvolk.
Schon oft gebloggt, aber es ist nun mal sehr ein wichtiges Thema und man kann nicht oft genug darauf hinweisen. Deshalb an die, die es nervt, sorry, denkt an das große Ganze ☺.
Dienstag, 13. Mai 2014
Kleiner Nachtrag zum Tag der Befreiung vom Hitlerfaschismus
Wie vielleicht manche wissen, war im April/Mai 1945 die damalige Reichsstraße 1 die Hauptkampflinie Richtung Reichstag und Reichskanzlei. Entlang dieser Straße blieb kein Stein auf dem anderen. Unser Dank und Angedenken gilt besonders den Soldaten der Roten Armee, die ihr Leben für die Befreiung Berlins gelassen haben.
Diese Wertschätzung trifft man in der Zunft der Qualitätsjournalisten leider sehr selten. Egal ob Mann oder Frau und in diesem Fall stimmt die Frauenquote, aber das ist kein Verdienst Journalistinnen, eher ein Armutszeugnis.
Ihre Geschlechtsgenossinnen haben vor fast 70 Jahren die Sache ganz anders angepackt und nicht auf irgendjemand gewartet oder erst einmal über Twitter eine Gender-Debatte geführt. In Friedrichshain und Mitte haben hauptsächlich die Frauen dieser Stadt den Schutt zusammengekarrt. Diesen Trümmerfrauen haben wir es zu verdanken, das dass Leben in dieser Stadt einigermaßen schnell wieder in normale Bahnen gelenkt wurde.
Respekt.
Montag, 28. April 2014
Was waren das für 'Militärbeobachter'
Es ging genügend durch die deutschen Medien: Aufständige haben an einer Straßensperre vor Slawiansk OSZE-Beobachter in einem Bus festgenommen. Soweit, so nicht gut. Um was für Beobachter hat es sich denn da gehandelt, die ‚friedlich‘ sich ein Bild von der Situation machen wollten? Nicht um Zivilisten, wie jeder der Meldung gern entnehmen möchte, nein, es handelte sich um Militärbeobachter und diese haben gemeinsam mit fünf ukrainischen Soldaten in der Gegend um Donezk Kontrollfahrten mit unbekanntem Zweck durchgeführt. Zur Erinnerung: Donezk ist der Lebensmittelpunkt der Aufständigen.
Die Aufständigen werfen den Beobachtern und Soldaten Spionage vor, was so leicht nicht von der Hand zu weisen ist. Außerdem wirkt so eine Provokation der westlichen Staaten und der ukrainischen Putschregierung in keinster Weise deeskalierend. Von der Seite der OSZE noch von den involvierten westlichen Staaten gibt es nähere Angaben zur Reise der Beobachter. Man könnte doch schnell den Spionagevorwurf entkräften und klarstellen, warum keine zivilen Kräfte mitgefahren sind. Nichts dergleichen, also muss man davon ausgehen, dass es sich um eine gezielte Provokation handelte und sogar die OSZE in diese Handeln einbezogen ist.
Wo soll das alles noch hinführen. Wenn man über die Geschehnisse in der Ukraine hinaus weiter denkt. Wen soll man denn in zukünftigen Krisensituationen noch vertrauen? Nicht einmal mehr der unabhängigen OSZE?
Sonntag, 27. April 2014
Dschoggen 14/04
Nach ein paar Fahrradrunden wurde es wieder einmal Zeit die Beine anders zu bewegen. Das Wetter war gut, der Hain unendlich voll und alles ging prima. Was will man mehr.
Gut, ich werde kein Marathon-Man mehr werden, aber Hauptsache es macht Spaß.
Freitag, 25. April 2014
Ukraine: Internationaler Strafgerichtshof beginnt mit Vorermittlungen zu Maidan-Morden
Der Internationale Strafgerichtshof in Den Haag hat zu den Morden und weiteren Gewalttaten auf dem Maidan, in der Zeit vom 21.11.13 bis zum 22.02.14, Untersuchungen aufgenommen. Die Maidan-Morde waren schlussendlich der Auslöser für die verfassungswidrige Entmachtung des Präsidenten Janukowitsch.
Gesetzt den Fall, dass die Ermittlungen die Kräfte um die jetzige Regierung (also damalige Opposition) hinter der Mehrzahl der Gewaltakte stehen und ebenfalls bei den Maidan-Morden und die Netzwerker hinter der damaligen Opposition benennen, dann bin ich mal gespannt, wie die Nummer ausgeht. Denn als Förderer und ‚Berater‘ sind die westlichen Staaten sehr stark in die damaligen und heutigen Entwicklungen verstrickt. Wenn ihnen nun direkt oder (wahrscheinlicher) indirekt eine Mitschuld an den Gewalttaten nachgewiesen werden kann, was wird dann passieren? Flattern dann Anklageschriften bei den Merkels und Obamas dieser Welt auf den Schreibtisch? Das mindestens die rechten ukrainischen Kräfte stark in diese Gewalttaten involviert sind, ist anscheinend unstreitig. Wer diese mindestens seit Anfang der 2000er Jahre unterstützt hat ist auch klar: Die westliche Staaten und/oder deren Organisationen in irgendeiner Form und das massiv. Also trifft den Herrschenden in den westlichen Ländern eine erhebliche Mitschuld an der Lage. Und wenn man beachtet, dass ohne die Maidan-Morde Präsident Janukowitsch sicherlich noch im Amt wäre und eine Spaltung der Ukraine vielleicht nicht zur Debatte stände, wäre höchstwahrscheinlich die Situation nicht so aus dem Ruder gelaufen, wie es jetzt mit dieser Chaos-Regierung in Kiew passiert.
Also denkt ihr, wird der Internationale Gerichtshof diesen Weg gehen?
14 Jahre Schockwellenreiter
Huhu, liebes Blogvolk.
Der Schockwellenreiter beschaut und interpretiert die virtuelle und analoge Welt nun schon seit 14 Jahren und das auf eine Art und Weise, die mir sehr gefällt und anscheinend vielen anderen auch.
Respekt, Gratulation und auf die nächsten 14 Herr Kollege ☺.
Zerstreuungs-Wetterbericht
An dieser Stelle mal wieder ein Familienwetterbericht. Die Kinder in nah und fern haben Ferien oder diese gerade beendet oder sich ein Bein gebrochen (gute Besserung nach Kanada) oder müssen schlicht und einfach arbeiten gehen. So verschieden sind die Lebensabschnitte der Kinder. Das jüngste Familienmitglied ist am besten dran. Papa und Mama sind wegen dem kommenden Nachwuchs ganz aufgeregt und so ist mehr Zeit für Oma und Opa. Das nennt man neudeutsch Win-Win-Situation.
Wie dem auch sei, Hauptsache alle fühlen sich wohl Auf alle Fälle sind da trotzdem ein paar Bestandteile dabei, aus dem die Sorgen der Mütters sind.
Freitag, 18. April 2014
Kuttners Von Mainz bis an die Memel
Gestern hatte ich nach langer Zeit wieder einmal die Gelegenheit, einen Videoschnipselabend von Jürgen Kuttner zu besuchen. Der große Saal der Volksbühne war bei „Von Mainz bis an die Memel“ fast ausverkauft. Für mich etwas unerwartet, denn so kurz vor Ostern sind sonst viele seiner Fans anderweitig unterwegs.
Er war außergewöhnlich gut drauf und hat einen tollen Abend hingelegt. In vier Wochen versuche ich wieder dort zu sein. Denn das wollen wir uns doch nicht entgehen lassen, wenn eine Lichtgestalt wie Kuttner seine Sichtweise zu den Geboten 8, 9 und 10 zum Besten gibt. :-)
Mittwoch, 16. April 2014
Großteil des ukrainischen Volk löst sich von der Regierung ...
Was einem bei der täglichen Presseschau alles so auffällt: -Der von westlichen Medien herbeigeredete Aufbruch des ukrainischen Volkes zur ‚Demokratie’ findet nicht statt. -Stattdessen bleiben weite Teile der Bevölkerung bei ihrer russlandfreundlichen Einstellung. -Polizei und weitere Sicherheitsorgane befinden sich in Auflösung. -Auf den Straßen von Kiew soll der bewaffnete rechte Mob das Sagen haben (vorgestern hatten sie beinahe das Parlamentsgebäude eingenommen!!). -Die Armee läuft in Scharen mit Mann und Technik zu den ‚Aufständigen‘ über und wenn -Die Regierung einen Militärkonvoi Richtung Ostukraine zusammen bekommt, dann ist das im deutschen Medien beinahe eine Sondermeldung wert.
So dramatisch steht es um die unrechtmäßige Regierung in Kiew und so sehr sind auch deren westlichen Unterstützern (und eigentliche Drahtzieher) die Ereignisse aus den Händen geglitten.
Hoffentlich bleibt dort alles friedlich!
Volksbühne im Laufe der Zeit
Heute wollen wir gemeinsam mal wieder auf die Geschichte schauen.
Die Volksbühnencrew entwickelte, neben ihrer Schauspielkunst, im wesentlichen ihre Streichholzkollektion weiter. Seit 1998 verfolge ich dieses künstlerische Nischenthema und jetzt wird es Zeit, dass ihr auch was davon habt. Aus meiner Sicht ist das ein besonders wertvoller revolutionärer Ansatz. ☺
Montag, 14. April 2014
Mai-Ukasse
Was passiert derzeit in der Ukraine?
Damit habe ich wirklich nicht gerechnet, dass uns das Thema Ukraine noch einmal so intensiv beschäftigen wird, wie 2006. An der Gemengelage hat sich seit dem wenig geändert. Der Westen unterstützt massiv rechte und nationale Gruppen. Leider sind die Entscheidungsträger in den Nato-Hauptstädten nicht wählerisch, auf wen sie zurückgreifen. Korrupte (z. B. Timoschenko) oder sehr weit rechtsaußenstehende Kräfte müssen herhalten, um den Entwicklungen im Land die ‚richtige‘ Richtung zu geben. Natürlich gemäß den strategischen Zielen der Nato. Weil aber anscheinend Menschen und Parteien, die nach dem westlichen Werteverständnis annehmbar wären und gegen Russland sich stark machen würden, kaum vorhanden sind, ist man auf die genannten angewiesen. Wie sie an die Macht gekommen sind und wie ihre Zusammenarbeit mit westlichen ‚Organisationen‘ aussieht, lässt man unsere Bevölkerung im Dunkeln.
Zum allen Überfluss aus westlicher und ukrainischer Regierungssicht, halten sich weite Teile der Bevölkerung nicht an das von den Nato-Strategen vorgegebene Drehbuch. Russlandnahe Kräfte besetzen in der Ostukraine öffentliche Gebäude und Institutionen. Die nichtdemokratisch gewählte Regierung in Kiew will nun Sicherheitskräfte gegen die Besetzer, nachdem ein Ultimatum abgelaufen ist, losschicken. Es wird mit Spannung erwartet, welche Kräfte sich gegen die Besetzer in Stellung bringen. Man munkelt, dass kaum Polizei- oder andere Sicherheitskräfte gibt, die sich für diese neue Regierung in Marsch setzen wollen. Zur Verteidigung der besetzten Gebäude haben sich hingegen tausende versammelt. Anscheinend will man dort mit der ins Amt geputschten Regierung nichts mehr zu tun haben. Hoffentlich bleibt alles friedlich und man akzeptiert im Westen den Willen der ostukrainischen Bevölkerung, wenn der so sein sollte, sich Russland anzuschließen.
Zur Frage, ob eine Bevölkerungsgruppe das Land mitnehmen kann auf dem es lebt, werde ich zu einem späteren Zeitpunkt zurückkommen. In einem solchen Fall hat sich die deutsche Außenpolitik um Genscher in der Vergangenheit nicht mit Ruhm bekleckert.
Samstag, 12. April 2014
Zerstreuungs-Wetterbericht
Die Zeit vergeht und das Osterfest rückt immer näher. Die Kinder der Familie sind weit verstreut auf der Welt und manche spielen sogar im fernen Kanada einfach so mal Fußball. Es passierte was passieren musste: Beinbruch. Aus Berlin die besten Genesungswünsche an meine Nichte 1.0.
Dem jüngsten Familienmitglied geht es sehr gut. Oma und Opa dürfen es jetzt häufiger behüten, was in einem gewissen Alter schon wieder eine Herausforderung ist. Aber sie machen es ja gern und sind danach glücklich erledigt ☺. Kind 2.0 ist mitten in den Prüfungsdingens. Die erste hat sie sehr gut gemeistert und so könnte es aus meiner Sicht weitergehen.
Nichtsdestotrotz: Weltweit verstreute, kranke und kleine Kinder, genau das ist der Stoff aus dem die Sorgen der Mütters und Omas sind.
Donnerstag, 3. April 2014
Wann sollten sich alte Männer zurückziehen
Montag, 31. März 2014
Wenn der hochnäsige Westen mit Hitlervergleichen um die Ecke kommt
Sommerzeit
Es ist hinlänglich bekannt, dass ich die Sommerzeit nicht gerade herbeisehne. Umso mehr erstaunt mich Berlin jedes mal. Es erwacht trotz dieser widrigen Umstände pünktlich und schön.
Sonntag, 30. März 2014
Vor 20 Jahren verließ die Rote Armee Deutschland
Es ist 20 Jahre her, als die letzten Soldaten der Roten Armee Deutschland verließen. Der Abzug ging schneller als geplant und eine Frage die mir damals bereits durch den Kopf ging, gibt es heute immer noch: Wann ziehen endlich die Amis ab. Also ich brauche sie hier nicht. Für mich verdichtet sich in letzter Zeit nur der Eindruck, dass sie sich mehr mit Schnüffelei als mit sonst was beschäftigen.
So, Schluss mit diesem Beitrag, ich muss wieder an meine Nachrichtenrecherche. Ich gebe einfach die Hoffnung nicht auf, dass Mutti Merkel und Gockel-Gauck heute noch doch große Geste Russlands würdigen und die Amis mit entsprechend scharfen Worten belegen.
Mal sehen ☺
Zerstreuungs-Wetterbericht
An sich war diese Woche familiär eine ruhige. Kind 2.0 bereitet sich so peu à peu auf die Abiturprüfungen vor, die Studentenkinder haben vorlesungsfreie Zeit und dem jüngsten Familienmitglied soll es gut gehen. Bei den Kindern in Holland und Kanada gibt es nichts zu klagen.
Aber diese Zerstreuung ist es, die den Müttern zurzeit zusetzt. Und genau das ist der Stoff, aus dem die Sorgen der Mütters sind.
Dschoggen 14/03
Gestern habe ich das Wochenende mit einem Läufigen eingeläutet. Es war angenehm warm, nur meine Grundstimmung war irgendwie nicht passend. Nach dem Lauf war ich ganz gut erledigt und es ging mir besser. Genau so muss es doch sein.
Die Laufwerte kann sich jeder selbst ansehen.
Immer was los in Friedrichshain/Mitte
Aber wenn man es einmal nicht haben möchte, dieses ständige getobe am Sonntag, dann kann man sich dem nur schwer entziehen. Anscheinend alles Hyperaktive die hier leben.
Übrigens: Der Friedenslauf kann es nicht sein, denn den gab es zu DDR-Zeiten an gleicher Stelle und gleicher Welle, nur irgendwie viel besser.
Donnerstag, 27. März 2014
Die Grünen in der Timoschenko-Falle
Die Geschichte holt manche schneller wieder ein, als ihnen lieb ist! Die Grünen schwangen sich immer als OrangeRevolutions-Versteher auf, ohne hinter die Kulissen und auf die Wahrheit blicken zu wollen. Das ist positiv ausgedrückt, denn wenn ein kleiner, einfachdenkender Blogger so wie ich, diese Strukturen und Verbrechen vieler ‚Revolutionshelden‘ analysieren und durchschauen konnte, dann erst recht die politische Kaste in Deutschland, zu der die Grünen eventuell auch noch gehören. Anscheinend haben die Grünen sich wider besseren Wissens zu einer vorurteilslosen Unterstützung der Timoschenkos & Co. aufgeschwungen und bekommen nun die Quittung. Der Herr Schulz, der sich damals schon lautstark zu Wort meldete, fährt selbst heute noch gestandene und unabhängige Journalisten, wie Scholl-Latour, stillos an, nur weil dieser nicht das verquere Wahrheitsbild der Grünen teilt (geschehen bei Maischberger in der Sendung in der 12 KW glaube ich. Wen es interessiert, bitte mal recherchieren und uns ein Feedback geben, danke).
Diese Dünnhäutigkeit zeigt aber deutlich, wie sehr die Grünen sich mit der Ukraine verrannt haben. Dies wird jeden Tag deutlicher, je mehr Wahrheiten über die ‚Resolutionshelden‘ und ihre Vergangenheit ans Licht kommen. Ich bin sicher, dass die Grünen in den nächsten Tagen eine Kehrtwendung hinlegen werden, um ihr Gesicht zu wahren. Schon allein wegen ihrer Lieblingsfreundin Timoschenko, die ja mit einem klassischen Mordaufruf gegen den Präsidenten eines nicht so unbedeutenden Landes von sich reden gemacht hat.
Warten wir mal ab, denn jetzt sind die Grünen unter Zugzwang.
Montag, 17. März 2014
Krim-Referendum
Sonntag, 9. März 2014
Was steckt hinter dem Konflikt um die Ukraine
Die Nachrichtenlage um die Ukraine ist in Deutschland erschreckend einseitig. Es gibt nur wenige Lichtblicke, die eine unabhängige Berichterstattung erkennen lassen. Um die Sachlage etwas aufzuhellen, will ich hier einige Themenkomplexe einmal näher beleuchten. Also was steckt hinter diesem Konflikt: An erster Stelle ist der alte Konflikt zwischen der NATO im weitesten Sinne und Russland weiter existent. Dabei sind mehrere Unterpunkte interessant.
- Die NATO, also an erster Stelle die USA und Deutschland, haben intensiv über Nichtregierungs-Organisationen versucht, die Ukraine aus ihrem Gleichgewicht zu bringen. Sie förderten solche korrupten Kräfte wie Timoschenko und selbst Rechte Kräfte wurden, positiv ausgedrückt, nicht behindert. Der kleinste gemeinsame Nenner für alle war und ist, die Einbindung der Ukraine in die NATO und damit verbunden ein Ablösen von Russland.
- Das heißt natürlich im Umkehrschluss, dass vor der Haustür der Russen ein dramatischer Konfliktherd bewusst aufgebaut wurde. Denn es war allen klar und es wurde von den Russen seit dem Zerfall der Sowjetunion ständig artikuliert: Das ist die rote Linie, deren überschreiten Russland nie und nimmer akzeptieren wird. Man hat es trotzdem getan und besonders während der Olympischen Spiele forciert. Jetzt hat man eine Situation erzeugt, in der Russland nicht mehr ruhig zuschauen kann.
- Polen spielt im derzeitigen Konflikt keine rühmliche Rolle. Als unterwürfigster Gefolgsmann der Amerikaner (wieso ist Polen überhaupt der EU beigetreten?) lassen sie ihren Einfluss im Westen der Ukraine freien Lauf. Ihr Einfluss ist historisch bedingt. Sie haben den Westen der Ukraine lange Zeit besetzt und haben dort u. a. den katholischen Glauben hinterlassen. Der Rest des Landes ist im wesentlichen russisch-orthodox und die 'Förderung' bestimmter Kräfte trifft dort mitnichten auf ein positives Echo. Es bleibt aber dabei, dass sich Polen recht intensiv in die inneren Angelegenheiten seines Nachbarlandes einmischt. Wo bleibt bei diesem Punkt eigentlich der Aufschrei der deutschen Qualitätsjournalisten?
- Geopolitisch ist die Lage der Krim für die Russen, wie auch für die NATO, überaus wichtig. Wer dort störungsfrei agieren kann, hat weite Zugriffe bis hin in den arabischen Raum. Da die Russen im Gegensatz zu den Amerikanern nur noch einen Auslandsstützpunkt (Syrien) besitzen und die Krim ihr direkter Zugang dorthin ist, erklärt schnell das Interesse auf beiden Seiten. Und das die Amerikaner vor der Haustür der Russen diese Aggressivität zu Tage tragen, lässt doch sehr tief blicken. Auch hier nur der kleine Hinweis, warum nehmen sich die deutschen Medien nicht dieser Sache näher an? Liegt doch alles vor unserer Haustür oder sind wir nur noch die Erfüllungsgehilfen der Amerikaner?
- Militärisch ist die Krim für die Russen überaus wichtig, da bekanntermaßen hier ihre Schwarzmeerflotte vor Anker liegt. Zwanzig Jahre dümpelte sie mehr schlecht als recht vor sich hin, aber seit ein paar Jahren ist hier eine Änderung der russischen Strategie zu erkennen. Von hier aus haben sie vor wenigen Jahren die Flotte Georgiens niedergerungen. Weiterhin ist es dann nach einer Herauslösung der Krim aus der Ukraine möglich, einen Beitritt der Restukraine in die NATO zu bewerkstelligen. Ob das für uns wirklich so gut ist, sei mal dahingestellt, aber die Timoschenko-Partei bereitet derzeit einen Antrag zur NATO-Aufnahme vor. Aus diesem Grund glaube ich fest an eine größere Teilung der Ukraine, als nur an eine Ablösung der Krim. Denkbar ist hier aus meiner Sicht eine Teilung anhand der groben Verteilung der Glaubensrichtungen (Ost- und Westukraine).
- Der Verlauf zukünftiger Erdöl- und Erdgasleitungen ist sehr interessant und eng mit der Krim verbunden. Man muss wissen, dass die Ukraine an ihren Durchleitungs-Prämien für Öl und Gas sehr gut verdient und hat Leute vom Schlag Timoschenko unermesslich reich werden lassen. Dadurch hängt ständig Konfliktpotential zwischen beiden Seiten in der Luft. Russland hat Alternativen zur bisherigen Leitung entwickelt bzw. umgesetzt. Die Nord-Trasse führt durch die Ostsee und ist fertig und wird sogar noch erweitert. Die Süd-Trasse soll im Herbst begonnen werden. Wenn die Krim nicht mehr in die ukrainische Hemisphäre fällt, braucht Russland die Krim mit der Süd-Trasse nicht mehr großflächig zu umgehen und durch die Tiefsee des Schwarzen Meeres zu führen, sondern nahe der Krim durch flaches Wasser bzw. gleich teilweise übers Festland verlegen. Das würde immense Kosten auf russischer Seite sparen, die Ukraine in die Rolle eines überflüssigen Zuschauers zurückfallen und ohne erhebliche Einnahmen dastehen lassen.
Zerstreuungs-Wetterbericht
Auch dafür wird es wieder höchste Zeit. Der Familienwetterbericht pausierte, freut sich aber auf sein Comeback. In der vergangenen Woche hatte Schwägerin 1.0 Geburtstag. Stunden vor dem Frauentag. Das war zu DDR-Zeiten für Bruder 1.0 ein Riesenproblem. Denn wo bekommt man nur wenige Stunden vor den wichtigsten Jahrestag der DDR noch Blumen her? Irgendwelche durften es natürlich auch nicht sein. So etwas kann auch mal nach hinten losgehen ☺. Wenn eine Familienfeier droht einzuschlafen, dann kommt er immer mit ein paar Storys aus dieser Zeit und alles ist wieder gut.
Die Kinder 1.0 und 2.0 freuen sich dieses Wochenende auf ihr Cousin- und Cousinentreffen. Also alles was da mütterlicherseits so kreucht und fleucht.
Wenn die Kinners überall rumwirbeln, in Kanada es sehr kalt ist und sich neuer Nachwuchs ankündigt, dann ist genau das der Stoff, aus dem die Sorgen der Mütters gestrickt sind.
Dschoggen 14/02
Nach einer knappen Woche unterwegs im Brandenburgischen Land, ging es gleich wieder ans dschoggen. Ich wollte den Schwung der Vorwoche, Verbunden mit diversen Eisbären- und Hockey-Nationalmannschaftssiegen nutzen und neue Bestleistungen hier dokumentieren. Wollte ich, hat aber nicht geklappt. Irgendwie war ich kraftlos und habe nach ca. 3 km die Sache ‚auslaufen‘ lassen. Das Wetter war schön, daran hat es nicht gelegen.
Mal sehen, wie es beim nächsten Mal dschoggt, äh, läuft.
Sonntag, 2. März 2014
Die Ukraine-Mär
Dschoggen 14/01
Ich weiß, ich weiß. Es ist eine ewige Zeit her, dass ich hier ein paar Zeilen an meine virtuellen Freunde verschickt habe. Das soll sich wieder einmal ändern (wer es glaubt ☺) und dieser Beitrag soll der Beginn dazu sein.
Also ich war heute dschoggen und habe mich dabei recht gut gefühlt. Die Knie und der Rücken haben sich nicht mit irgendwelchen Beschwerden an mich gewandt und das Wetter hat auch prima mit gemacht. Ich betone immer wieder gern, dass ich kein Marathon-Star mehr werde und dass das alles nur zu meinem Vergnügen getan wird. Also keine Meckerei da draußen ☺.
Freitag, 15. November 2013
50 Jahre Kino International
Heute vor 50 Jahren wurde das Kino International eröffnet und alle in der Karl-Marx-Allee feiern mit ☺.
Zerstreuungs-Wetterbericht
Also wenn ich das alles richtig verstanden habe, und dafür kann ich jetzt nicht unbedingt meine Hand ins Feuer legen, dann darf das jüngste Familienmitglied am Wochenende einen halben Tag bei Oma und Opa bleiben. Alleine, ohne seine Oldies. Das Kind wird sich erst wundern, aber sich dann von Oma und Opa verwöhnen lassen. Und die Oldies vom jüngsten Familienmitglied denken in der Zeit, Oma und Opa arbeiten den mitgegebenen langen Anweisungszettel ab. Denkste. Diese Chance lassen sich Oma und Opa nicht entgehen. Seht ihr, in der Familie geschehen kleinere Wunder und die Erde dreht sich trotzdem weiter.
Aber genau das ist wieder der Stoff, aus dem die Sorgen der Mütters sind.
Sonntag, 10. November 2013
Dschoggen 13/07
Gestern war es wieder soweit. Die Sonne schaute ab und zu in mein Wohnzimmer und rief mich zur Sportstunde raus. Mit etwas murren schnürte ich meine Laufschuhe und ab ging es. Diesmal hatte ich versprochen ein Päckchen mitzutragen. Da ich nicht länger laufen wollte (mein Knie hat sich nur leicht gemeldet und das ist völlig okay), habe ich die Pace zum letzten Mal erhöht. Sogar ordentlich.
Jetzt werde ich mir den Wetterbericht anschauen und dann entscheiden, wann ich die Laufschuhe wieder suchen werde :-).
Samstag, 9. November 2013
Wie war das doch noch einmal vor 22 Jahren - 13
Nach langer Zeit gibt es heute eine Fortsetzung in der Serie ‚Wie war das doch damals ...‘. Natürlich sind diese Ereignisse zwischenzeitlich schon mehr als 22 Jahre her, aber ich quäle mich schon seit einige Tage mit dieser Serie. Nach der Folge 7 bin ich etwas von der zeitlichen Reihenfolge abgewichen. Es gab Gründe hierfür. Genauso gibt es einen Grund, auf diese Zeitschiene wieder aufzuspringen.
Heute vor 24 Jahren liefen die Massen in Berlin, Hauptstadt der DDR, los und kein Zaun, egal wie hoch, konnte sie mehr aufhalten. Ich will in dieser Folge nicht die exakten Ereignisse um den 9.November 89 widerspiegeln. Das machen andere ausführlicher und besser. Hier soll es um meinen persönlichen Blickwinkel gehen. Wie ich die Tage davor und danach sowie die historischen Stunden erlebt habe.
Nach dem ‚Ausreisesommer‘ 1989 wurde die Lage im Land immer schizophrener. Die Feierlichkeiten zum 40. Jahrestag halfen der Partei- und Staatsführung nicht mehr weiter. Ein Zusammenbruch war noch in weiter Ferne, aber der Bedarf, besser Zwang, an Reformen, wuchs jede Stunde. Drei Wochen zuvor erfolgte die Ablösung Erich Honeckers von allen seinen Ämtern und Tage später wurde der Kronprinz Egon Krenz zum Generalsekretär, und was weiß ich noch alles, gewählt. Als junger Ingenieur, der über die verkrusteten Zustände in Politik und Wirtschaft frustriert war, habe ich und viele aus meinem Umfeld, Hoffnung aus dieser Entwicklung gezogen. Nach Jahren der Perestroika in der Sowjetunion, gab es nun auch für uns die Chance, ähnliche Veränderungen zu erleben. Rückblickend weiß ich, dass dafür der Zug der Geschichte längs abgefahren war. Menschen, die schon lange mit der DDR abgeschlossen hatten, waren beim Gehen. Aber nicht alle waren darüber glücklich, denn wir wollten nicht weglaufen, sondern selbst ins Rad der Geschichte greifen. Von den heutigen Geschichtshelden Merkel und Gockel-Gauck war damals nirgends etwas zu sehen. Sie waren aber die Helden, wie man heute weiß.
Wie sah es also konkret aus? Überall in der Republik wurden Wohnungen frei, weil sich die Leute über Ungarn und Prag absetzten. Aber die Mehrheit der Bürger weinte diesen ‚Flüchtlingen‘ kaum Tränen nach und so entstand eine neue Bewegung: Wir bleiben hier. Der Staat begann zu wanken, in den Betrieben fehlten von Woche zu Woche immer mehr wichtige Mitarbeiter und der Druck nach oben stieg. Das Politbüro rief eine Krisensitzung nach der anderen ein. Die Politiker wurden Tag und Nacht von Reportern, auch der sonst so linientreuen Presse, mit kritischen Fragen konfrontiert. Ihre Dünnhäutigkeit konnte man an der Körpersprache und Antworten erkennen. Die Mehrzahl der Entscheidungsträger waren der Lage nicht mehr gewachsen. Das befeuerte noch mehr die Medien, nicht nur die westlichen. Diese haben sich aber in dieser Zeit besonders damit hervorgetan, sich sehr in die inneren Angelegenheiten der DDR einzumischen. Ob die heutige BRD das so mit sich machen lassen würde, sei mal so hingestellt. Im Prinzip gab es, bis auf die beschrieben emotional und politisch aufgeputschte Atmosphäre, keinen Hinweis, dass etwas passieren könnte. Schon gar nicht in dieser Dimension. Denn im Nachhinein hat ein damaliger Kollege zu diesen Ereignissen gesagt: Das ist keine Entwicklung mehr, dass ist eine Explosion.
Richtig!
In den Tagen vor dem Mauerfall war ich mit einem westlichen Verwandten, die Mutter meiner Kinder und Kind 1.0 waren bekannterweise dieser Zeit nicht in Berlin, sehr viel in der Zions- (nebst Umweltbibliothek) oder Gethsemanekirche unterwegs und sprachen mit vielen Leuten. Es bildeten sich in der Zeit immer mehr Gruppen und Bewegungen. Alle wollten im weitesten Sinne die Weiterentwicklung der DDR, den legendären Dritten Weg. Keine Fortsetzung des bisherigen Sozialismus, aber auch kein Anschluss oder Beitritt an die BRD. Wir wollten es selber schaffen. Es schwammen in dieser Zeit zu viele Ideale mit. Darauf komme ich in einer späteren Folge dieser Serie noch einmal zu sprechen, wenn es um die Hoffnungen und Chancen nach dem Mauerfall geht.
Dann gab es am 9. November diese wichtige ZK-Tagung. Einer der Tagesordnungspunkte war der Entwurf eines neuen Reisegesetztes, das z. T. genehmigt, aber auch mit mindestens einem Widerspruch durch die Ministerien lief. Es konnte also nicht in Kraft treten, aber Schabowski hat um 18:57 Uhr in der Pressekonferenz zum Stand der Dinge im Land, mit dem Verlesen einer Textpassage, des ihm von Egon Krenz übergebenen Papiers, die Sache in Gang gesetzt. Der Wortlaut, der die DDR ins Reich der Geschichte schoss, ist wie folgt:
„Und deshalb haben wir uns dazu entschlossen, heute eine Regelung zu treffen, die es jedem Bürger der DDR möglich macht, über Grenzübergangspunkte der DDR auszureisen.“
Dann die ebenfalls legendäre Nachfrage eines Journalisten:
„Wann tritt das in Kraft?“ antwortete Schabowski wörtlich:
„Das tritt nach meiner Kenntnis … ist das sofort, unverzüglich.“
Das war sie. Die Explosion!!!
Ich war um diese Zeit auf den Weg in Richtung Studentenclub der HU. Gegen 21:00 Uhr schalteten die Leute hinterm Tresen das Westfernsehen ein. Dort sah ich Momper und Diepgen in trauter Einigkeit weinen. Da wusste ich, hier ist was wichtiges passiert und ging sofort nach Hause. Dort tickerte mich durch die hunderten Fernsehkanäle die wir damals hatten ☺. Es war eindeutig!
Am Grenzübergang Bornholmer war die Sache noch im werden. Am nächsten Morgen auf Arbeit waren alle Kollegen da (so sind wir nun mal ☺) und nach dem Frühstück ging es erst los. Wir nahmen Westberlin ein. Ich traf auf eine fremde Welt, die uns misstrauisch beäugte.
In diesen Stunden hörte die DDR faktisch auf zu existieren. Man hätte sie in den Jahren danach retten und den Dritten Weg gehen können. Das war aber seitens des Westens eindeutig so nicht gewollt.
[zweites Photo: HGUSM]
Freitag, 8. November 2013
Zerstreuungs-Wetterbericht
Im Oktober und November muss man höllisch konzentriert in den Kalender schauen. Das kennt ihr bestimmt auch. Denn wenn man das einen Tag nicht tut, stand dort garantiert ein Geburtstag drin und man muss kleinlaut im Nachhinein anrufen und sein fehlerhaftes Kalendermanagement eingestehen. Das ging mir in den vergangenen Tagen so und nächste Woche geht es ohne Pause weiter. Okay, wenn ich den Geburtstag von der Mutter meiner Kinder vergesse, ist das nicht mehr gaaanz so schlimm. Zwar gibt ein paar dumme Kommentare, aber was soll’s. Den Geburtstag von Bruder 2.0 kann ich garantiert nicht vergessen, denn da fahre ich hin.
Und da haben wir wieder das Problem. Die Kinners der Familie müssen in der nächsten Zeit ständig in Bewegung bleiben und zu allem Ärger kündigt sich so langsam der Winter am Horizont an. Wisst ihr was das heißt? Genau, die Mütters machen sich gleich noch mehr Sorgen. Schlimm
P. S.: Zum jüngsten Familienmitglied kann leider keine Neuigkeiten verkünden, da sie mir nicht zugetragen wurden
Dienstag, 5. November 2013
Die Debatte um Asyl für Snowden nimmt in Deutschland an Schärfe zu
Man kann es kurz zusammenfassen: Eine Gefährdung des transatlantischen Bündnisses wird von deutschen konservativen Politikern kategorisch ausgeschlossen und damit einher geht die Ablehnung einer Asylgewährung für Edward Snowden. Snowden wäre außerdem kein politischer Flüchtling, so diese Politiker (FDP, als restliberale Partei, behauptet das sehr laut)!
Liebe Politiker und liebe Qualitätsjournalisten, welchen Status hat denn Edward Snowden sonst für euch? Und warum stellt ihr die Beziehungskiste zu Amerika höher als unsere Rechte?
Ich kann dieses Dankbarkeitsgedudel für die Amerikaner nur zu einem gewissen Grad verstehen. Denn dort wo ich groß geworden bin, hatten wir Dankbarkeitsgefühle für eine andere Weltmacht. Die ist bei vielen Bürgern verloren gegangen. Vielleicht ist dieser Prozess im Hinblick auf die Amerikaner spätestens jetzt in Gang gekommen und ihr rennt einer absterbenden Geisteshaltung nach! Kümmert euch lieber um uns. Von uns muss Schaden ferngehalten und jetzt muss gegenüber den Amerikanern gehandelt werden, sonst bleibt dieser Schnüffelstatus ewig erhalten! Oder nehmt ihr das billigend im Kauf, dass wir weiter ausgeschnüffelt werden können? Dann bekommt die Sache noch ein ganz anderes Geschmäcke.
Eine Verlinkung zu diversen Zeitungsartikeln findet aus Leistungsschutzrechtprotest nicht statt.
Montag, 4. November 2013
Asyl für Edward Snowden
Unbegreifliches geschieht zurzeit um uns herum. Die amerikanischen Geheimdienste, an der Spitze die NSA, besitzen zwischenzeitlich die Technik, das gesamte Internet, Mailverkehr, Telefonate und was weiß ich noch alles, abzuhören und zu analysieren. Europäische und auch deutsche Geheimdienste sind ihnen dabei recht behilflich. Persönliche Grundrechte, Privatsphäre und Briefgeheimnis werden, positiv ausgedrückt, gegen null gefahren. Wenn man das alles mal auf den Punkt bringt, dann heißt das eindeutig, die westliche Welt hat sich zu einem Gigantischen Überwachungsimperium entwickelt. Ich schreibe hier bewusst hat und nicht wird, denn der Zustand ist bereits eingetreten.
Wissen tun wir das alles glücklicherweise, weil sich ein junger Amerikaner ein Herz genommen hat und über Journalisten Dokumente veröffentlichen lässt, die dies eindeutig beweisen. Edward Snowden ist damit nicht nur in eine Reihe mit Daniel Ellsberg, Bradley Manning oder Julian Assange aufgerückt, er verspürt wie diese ebenfalls die Rache des Systems. Für seine Heldentat, uns die Beweise für diese gigantische Überwachung zu liefern, muss er sogar um sein Leben fürchten. Denn z. B. mit den Hardlinern in den USA ist nicht zu spaßen. Durch die Veröffentlichung der Dokumente wurde diesen eines ihrer Lieblings-Spielzeuge im Gebrauch gefährdet.
Das hat alles direkte Auswirkungen auf euch und auf mich. Über viele Jahre wurde die technische Entwicklung in den hierfür entscheidenden Technologien so gesteuert, dass es den Geheimdiensten ein Leichtes ist, z. B. unsere Mails mitzulesen oder auch bei einem ausgeschalteten Smartphone Gespräche mitzuhören, die der Besitzer führt. Genauso kann es ausgeschaltet geortet oder von diesem Daten abgerufen werden. Das Feld für die Geheimdienste ist wunderbar geebnet, bis in unsere heiligste Hosentasche. Ihr und ich können uns diesem Zugriff aus eigener Kraft, also wenn wir uns nicht freiwillig aus dem gesellschaftlichen Leben zurückkziehen wollen, nicht mehr entziehen.
Wenn das nicht mehr möglich ist, dann gibt es spätestens hier die Einstiegssituation, wo sich die Politik auf die Gleise vor den rasenden Zug werfen muss, um Schaden von der Demokratie und uns abzuwenden. Wer genau hinschaut wird erkennen, dass genau das nicht passiert:
-Die Justizministerin der alten Regierung hat als einzigste sich dem Datenwahn der EU-Kommission widersetzt.
-Die Hilfsphysikerin wird über zehn Jahre abgehört und es muss noch nicht einmal jemand zurücktreten.
-Die Aushöhlung der demokratischen Grundrechte wird von einem großen Teil der Politik kommentarlos hingenommen.
-Unser Gockel-Gauck, der angebliche größte Verfechter für Freiheit und Demokratie, nennt Edward Snowden einen Verbrecher. Besser kann man sich nicht als Anti-Demokrat outen.
-Zu guter letzt hält es die Hilfsphysikerin, samt ihrer Partei nicht für nötig, Snowden in Deutschland Asyl zu gewähren. Noch nicht einmal freies Geleit für eine Aussage vor einem Untersuchungsausschuss wird ihm zugesagt.
Nur noch einmal zur Erinnerung: Es geht um den Mann, der mit seiner mutigen Tat diese gigantische Schweinerei aufgedeckt hat.
Warum Frau Merkel nicht zurücktritt, weiß der Kuckuck und wird auch nicht kommentiert! Warum man Snowden kein Asyl gewähren will oder nur das genannte freie Geleit, dass schon eher. ‚Man will die Freundschaft mit den USA nicht gefährden.‘ Boah! Das muss man erst einmal sacken lassen. Wenn dieser Staat, auf dessen Freundschaft Mutti nicht verzichten will, uns ein gigantisches Überwachungsimperium überstülpt, dann sieht sie darin anscheinend einen Freundschaftsbeweis. Unsere Rechte spielen bei ihr nur eine untergeordnete Rolle.
Das alles habe ich mir nicht einfach so zusammenphantasiert, sondern klein und fein recherchiert. Eine Verlinkung zu diversen Zeitungsartikeln findet aus Leistungsschutzrechtprotest nicht statt.
P.S.: Um den wirklich großen Willen der neuen Regierung, Schaden auf diesem Gebiet von uns fernzuhalten, noch einmal zu unterstreichen, haben sich die CDU und SPD auf eine Verlängerung der Vorratsdatenspeicherung schon geeinigt. Wenn das nicht der richtige Weg ist, dann weiß ich auch nicht mehr!
Gernot Hassknecht fordert Konsequenzen aus dem NSA-Skandal
Huhu, liebes Blogvolk.
In seiner unübertroffenen Art bringt Gernot Hassknecht die Unerträglichkeiten in der deutschen Politik, im Zusammenhang mit der Bewältigung des NSA-Skandals, auf den Punkt.
Vielen Dank an an seine Heiligkeit, den [Schockwellenreiter] ☺
Volksabstimmung gescheitert
Es ist kein Geheimnis, dass ich ein Befürworter eines Rückkaufes des Berliner Stromnetzes bin. Wichtige Infrastrukturtechnologien gehören aus meiner Sicht einfach in die Verantwortung des Staates und nicht in den spekulativen Bereich großer Konzerne mit ihren Gewinnmaximierungs-Idealen.
Leider konnten nicht genügend Berliner von dieser Idee überzeugt werden. Vielleicht war es ein hervorragender Schachzug der Volksentscheid-Gegner, eine parallele Abstimmung zur der Bundestagswahl zu verhindern. Dann, ja dann ...
So ist es jetzt nun mal, aber etwas enttäuscht bin ich doch.
Sonntag, 3. November 2013
Dschoggen 13/06
Neben der Blog-Pause gab es auch eine Running-Pause. Mein Knie hatte sich im Frühjahr gemeldet und mit irgendwelchen Schmerzen dazu beigetragen, dass ich mich eine Weile von der Piste fernhilt. Nach eine gefühlten Ewigkeit habe ich heute eine kurze Wolkenauflockerung dazu genutzt, um mein Ego zu überlisten. Es ging wieder einmal raus.
Da ich nie ein Marathonmann werde, spielt bei mir Zeit und Geschwindigkeit nur eine untergeordnete Rolle. Heute war mein oberstes Ziel, den Puls etwas länger oben zu halten und einfach mal auszutesten, ob die lange Pause mir den erhofften Effekt am Knie gebracht hat. Ich bin ca. 5 km gedschoggt und es lief alles hervorragend. Geschwindigkeits- und Pulskram lasse ich mal weg.
Jetzt werde ich eine Woche pausieren und dann einen weiteren Test machen. Wenn dieser auch gut geht, dann kann der Winter kommen :-).
Samstag, 2. November 2013
Morgen fällt die Entscheidung beim Volksentscheid zum Berliner Stromnetz
Morgen findet ein wichtiger Volksentscheid statt. Wir Berliner entscheiden am Sonntag, ob das Land das Stromnetz zurückholen und ein ökologisches, soziales und demokratisches Stadtwerk gründen soll.
Wenn ihr noch nicht per Brief abgestimmt habt, dann nehmt bitte morgen (Sonntag, 03.11.13) am Volksentscheid teil. Ich stimme jedenfalls mit JA für eine Energieversorgung in öffentlicher Hand.
Die Alternative haben wir leider zu genüge kennenlernen dürfen.
Der BND will nun doch beim Konzert der großen Kinder mitspielen
Wie das Handelsblatt berichtet (eine Verlinkung findet aus Leistungsschutzrechtprotest nicht statt), haben die alten europäischen Verdächtigen, wie der britische Geheimdienstes GCHQ, seit fünf Jahren die Entwicklung von Internet-Spionagetechnik massiv vorangetrieben. Mit dieser Technik, wer weiß schon was man sich darunter vorstellen muss, soll eine massenhafte Überwachung unseres Internetverkehrs möglich sein bzw. werden.
Das System hat anscheinend einen erheblichen Umfang vom Aufwand und Ergebnis. Und jetzt kommt das Debakel für unsere Hilfsphysikerin und ihrer Helfershelfer: Der BND, also indirekt auch die Bundesregierung war bei der Entwicklung und den Betrieb der Technik mindestens ein guter Partner der Briten. Ihr Kartenhaus fällt allmählich zusammen. Für sie ist nicht so dramatisch, denn die Wahlen sind vorbei. Aber der bleibende Schaden für uns Bürger scheint gigantisch.
Ich drücke das bewusst vorsichtig aus, da ich immer noch die Hoffnung habe, dass sich die Bürger aufraffen (also wir alle) und mal um ihre Grundrechte kämpfen. Was wohl unser Gockel-Gauck zu diesen Auflösungserscheinungen der Demokratie sagen wird? Blogvolk, ich mache euch jetzt und hier keine Hoffnung. Der wird sich nicht mehr ändern und hat sich angepasst!
"Drei Viertel der Deutschen haben keine Angst der NSA"
Huhu, liebes Blogvolk.
Wenn dem so ist, was man u. a. im Spiegel lesen kann (eine Verlinkung findet aus Leistungsschutzrechtprotest nicht statt), dann ist anscheinend die Realitätsverschiebung vieler Deutscher schon weiter fortgeschritten als bisher vermutet.
Das macht mich ein wenig pessimistisch, denn eine Steigerung ist kaum noch möglich. Und was in aller Welt ist passiert, dass die Menschen sich mit einer faktischen Totalüberwachung abfinden?
Freitag, 1. November 2013
Nicht Verpassen: "Der große Reibach" auf arte
Huhu, liebes Blogvolk.
Heute möchte ich euch kein Buch oder Blogeintrag, sondern eine französisch-finnische Dokumentation ans Herz legen. Es geht um die Ursachen der Finanzkrise 2007/2008. Sehr großes Kino.
Der Film kommt u. a. am 18.11.13, um 09:00 Uhr, auf arte bzw. man findet in irgendwo im Netz oder einer Mediathek.
Ihr seit ja pfiffig :-)
Herbst in Brandenburg
Ich möchte euch an der Gegend, in der ich manchmal meine Freizeit verbringe, teilhaben lassen. In der Nähe der Oder könnte man durchaus noch ein paar mehr Stunden verbringen.
USA-Botschafter in Deutschland: Wir halten uns an deutsches Recht
Huhu, liebes Blogvolk.
Heute las ich von einem Interview, das der US-Botschafter in Deutschland, John B. Emerson, der Tagesschau gab. In diesem betonte er, dass sich die USA bei ihrer bekanntgewordenen Abhörpraxis an deutsches Recht halte.
Na, wenn das kein Knaller ist! Die leben alle anscheinend in einer Parallelwelt.
Zerstreuungs-Wetterbericht
Was waren das für Wochen. Die Kinder hatten Ferien oder vorlesungsfreie Zeit und das Wetter im Oktober war so prächtig, dass uns allen der Bauernkalender einen harten Winter prophezeit:
Ist der Oktober warm und fein, kommt ein scharfer Winter drein!
Wenn das nichts ist.
Jedenfalls hatte Schwägerin 2.0 und Bruder 1.0 Geburtstag. Bruder 1.0 hatte einen runden Ehrentag, so dass Oma und Opa endlich mal wieder das jüngste Familienmitglied beknuddeln durften. Selbst meine Nichte 1.0 kam aus dem fernen Kanada (wo es angeblich nicht so viele Bären geben soll, wie hier weithin vermutet) angereist. Eine fast komplette Familie und Freunde vom Bruder 1.0 feierten den runden Geburtstag würdig.
Danach machten sich alle Kinder wieder auf die verschiedenen Wege. Der Sturm hastenichgesehen tat sein übriges und es kam wie es kommen musste: Die Mütters machten sich gleich wieder ihre Sorgen und richten in froher Erwartung ihren Blick auf Weihnachten -
jetzt schon?
Mittwoch, 30. Oktober 2013
Daniela Dahn im Interview
Wie allgemein bekannt, mute ich euch immer etwas zu, wenn ich mich aus einer Blogpause zurückmelde. Ja, zum einen Teil freut ihr euch wieder was von mir zu hören, aber der andere Teil stöhnt sofort: Immer diese langen Artikel. Diesmal, so muss ich euch sagen, bin ich in gewisser weise unschuldig.
Es bleibt der harte Fakt, um eine Schaffenspause zu beenden und sich wieder in das Bloggetümmel zu werfen, benötigt man eine Initialzündung. So wie damals das Interview von Anna Roth mit Daniel Mathews ungefähr bei mir war. Wenn dabei Frauen noch eine Rolle spielen, die ich sehr verehre, dann gibt es eigentlich kein halten mehr. Wobei das mit den Frauen so eine Sache ist, die einen verehre ich still (☺), die anderen öffentlich. Zu den Frauen, die ich öffentlich verehre, zählt eineindeutig Daniela Dahn. Sie, die mich mit ihren Büchern schon in den 80er Jahren begleitete, hat bei mir die höchste Verehrungskategorie nie verlassen! Daniela Dahn hat über die Jahre immer weiter tolle Bücher geschrieben, auch wenn diese vom Feuilleton kaum beachtet wurden. Wen es interessiert, den schicke ich hiermit erst einmal zum Buchhändler seines Vertrauens und der soll sich mindestens nach der ‚Prenzlauer Berg-Tour‘ von ihr erkundigen (im Internet bestellen kann ja jeder).
So, was hat das alles nun mit meinem Blog zu tun? Daniela Dahn wird von den Machern des Podcasts ‚Wostkinder‘ interviewt. Die Dame, die dort die Fragen stellt, habe ich schon einige Male kritisiert, aber beim Fragen stellen hat sie diesmal wenig falsch gemacht. Für alle, die etwas über die DDR, ihre inneren Zusammenhänge, die Wendezeit, über Gockel-Gauck und dem aus den Ufern geratenen Kapitalismus hören möchten, dem erteile ich hiermit den Hörbefehl (so würde es wohl der Schockwellenreiter ausdrücken). Es gibt mehrere Möglichkeiten die Sendung zu hören, wobei ich den iTunes-Link zum Podcast Wostkinder bevorzugen würde:
iTunes
Den Link zur FAZ-Seite des Podcasts liefere ich ausnahmsweise mal mit. Dort sind auch noch andere diverse Links zum Interview enthalten.
Viel Spaß dabei






















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